On Tour

Tropenhaus Potsdam: bevor das Licht aus geht

oder auch …

Biosphäre Potsdam

…  so der offizielle Name. Dieses Gebäude wurde für die Bundesgartenschau 2001 für ca. 29 Millionen Euro errichtet worden.

Statt großer Besucherströme entwickelte sich die Anlage als Millionengrab. Der erste private Investor ging 2007 pleite. Danach wurde das Objekt von der Stadt Potsdam übernommen. In den Jahren 2010 und 2011 mussten dann zum Beispiel jeweils ca. 1,7 Millionen Euro Zuschuss durch die Stadt getragen werden. Auf Grund dessen, dass bei vorzeitiger Schließung die Rückzahlung von ca. 21,5 Millionen Euro Fördermittel drohte, wurde die Anlage weiter betrieben. Die damit verbundene Frist ist nun ausgelaufen. Aus diesem Grund und der weiterhin finanziell desolaten Situation wird das Tropenhaus im Herbst 2017 schließen. 

Ein Besuch im Tropenhaus Potsdam lohnt sich

Auf unserem Weg zum Welstreffen Negast nutzten wir die Mittagspause für einen Besuch:
Es ist eine sehr schöne Anlage. Von organisierten Schulausflügen abgesehen hielten sich die Besucherzahlen sehr übersichtlich.

Es beherbergt ca. 20.000 tropische Pflanzen von ca. 350 verschiedenen Arten, insbesondere Orchideen (Dendrooium nobile, Miltonia sp.,  Masdevallia sp., Bealara sp., Cattleya sp., Ixora sp.). Darüber hinaus leben in dem Haus verschiedene tropische Tiere (Leguane, Schlangen, Spinnen, Frösche, Gottesanbeterinnen, Geckos, Schmetterlinge und diverse Vögel. Zum Beispiel: Ägyptische Stachelmaus (Acomys cahirinus), Mongolische Rennmaus (Meriones unguiculatus), Grüne Wasseragame (Physignathus cocincinus), Argentinische Regenbogenboa (Epicrates cenchria alvarezi), Gewöhnliche Kornnatter (Pantherophis guttata), Grüner Leguan (Iguana iguana), Himmelsfalter (Mopho peleides), Neon Schwalbenschwanz (Papilio palinurus), Kleiner Postbote (Heliconius erato), Goldener Hekale (Heliconius hecale), Blauer Passionsblumenfalter (Heliconicus cydno), Samtschrecke (Peruphasma schultei), Grüne Riesengespenstschrecke (Heteropteryx dilatata), Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum), Ölpalmen-Gespenstschrecke (Eurycantha insularis), Großer Madagaskar-Taggecko (Phelsuma grandis), Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus), Dreistreifen-Baumsteiger (Epipedobates tricolor), Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris), Paletten Doktorfisch (Paracanthurus hepatus), Dreifarben-Glanzstar (Lamprotornis superbus).

Wer die Zeit findet, sollte sich noch bis zum Herbst 2017 nach Potsdam ins Tropenhaus auf den Weg machen.

Mehr Informationen findet ihr auf der Website der Anlage

 

Naturkundemuseum Berlin, Juli 2016

Nach vielen Jahren hatte ich nun wieder einmal die Zeit gefunden, das Naturkundemuseum in Berlin zu besuchen. Ich denke, mit Ausnahme der Dinosaurier in der zentralen Halle hat sich sei meinem letzten Besuch alles geändert.
Besonders interessant fand ich den Ausstellungsteil, in dem die Präparationstechniken für Tierpräparate dargestellt wurde. So manche uralte Präparate ergänzten die Darstellung.

Doras costatus, heute Platydoras costatus

Doras costatus, heute Platydoras costatus

Fischpräparate

Wenn man sich sehr für (südamerikanische) Fische interessiert, so gehört auch ein Blick auf die Sammlung der ausgesprochen umfangreichen Fischpräparate dazu.
Der Raum mit der Sammlung ist total beeindruckend. Als Besucher kann man von außen um den Sammlungsraum herumgehen und durch Glasscheiben die Exponate betrachten. Schade, dass man durch die Glasscheiben nicht alle Beschriftungen erkennen kann. So manchen südamerikanischer Fisch-Bekannten konnte ich dennoch entdecken.

Vogelpräparate

Neben den Fisch- gibt es diverse Vogelpräparate. Auch hier fanden wir Bekannte, zum Beispiel die wir erst im Frühjahr im Beagle-Kanal besuchten Königspinguine (Aptenodytes patagonica).

Königspinguin

Königspinguin

Knut

Im Berliner Naturkundemuseum hat auch der Pressestar des Berliner Zoos, der Eisbär Knut ein neues Zuhause gefunden.

Knut, der beliebte Berliner Eisbär

Knut, der beliebte Berliner Eisbär

Wer in Berlin ist und etwas Zeit hat, sollte das Naturkundemuseum besuchen.

Ein paar Bilder:

Aquaglobal, Seefeld, April 2016

Auch in diesem Jahr fanden wir die Zeit nach dem Welstreffen in Negast den Großhändler aquaglobal in Seefeld bei Berlin zu besuchen.

Von besonderem Interesse waren sicherlich die erst kurz vorher importieren Pseudohemiodon (cf.) apithanos “real” und Rhadinoloricaria macromystax.


Pseudohemiodon (cf.) apithanos “real” sollte eigentlich aus Venezuela stammen. Es gab jedoch schon bald Indizien, dass die Tiere eher aus Kolumbien kommen. Inzwischen konnten solche im Río Guayas im Einzug des Rio Caqueta gefangen werden.


Rhadinoloricaria macromystax ist gerade mit seinen feinen Barteln am Maul ein sehr grazil wirkender Wels.

Ein paar andere Welse waren auch zu bestaunen, so zum Beispiel:


Panaqolus sp. “L 2”


Hypancistrus sp. “L 28”


Chaetostoma formosae (L 444)

und noch einige Fische mehr

Welsladen Chemnitz 02.01.2016

Ein paar Bilder, aufgenommen auf dem traditionellen “inoffiziellen Wels-Fantreffen” im Welsladen Chemnitz.
Das nächste offizielle (22.) Wels-Fantreffen wird Ende Oktober/Anfang November 2016 stattfinden. Über den genauen Termin werde ich Euch rechtzeitig informieren.

Aquaglobal, Seefeld, April 2015

Hallo in die Runde,

wenn ich von Weimar nach Negast (bei Stralsund) zum Treffen der Welsfreunde fahre oder umgekehrt, führt der Weg bei aqua-global vorbei – oder vielleicht sollte ich besser schreiben “führt dort kein Weg vorbei”.

Ein paar Bilder von dort:


Phractocephalus hemioliopterus


Leiarius marmoratus


Pseudohemiodon laticeps


Sturisoma aureum

An dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis von Ingo Seidel auf dem Welstreffen in Negast:
Es sieht so aus, dass sich alle auf Sturisoma aureum ausrichten, dagegen Sturisoma festivum langsam aus unseren Aquarien verschwindet und auch kaum noch importiert werden wird. Ergo, wer noch richtige (keine Kreuzungen mit anderen) Sturisoma festivum hält, sollte diese auch erhalten.


Zonancistrus brachyurus (L 168)


Hemiancistrus subviridis (L 200)


“Baryancistrus” beggini


Pseudolithoxus tigris (L 257)


Peckoltia cf. braueri (L 135)


Baryancistrus xanthellus (L 177 / LDA 59)


Scobinancistrus aureatus (L 14)


Hypostomus sp.


Cochliodon basilisko


Baryancistrus sp. “L 81”


Glyptoperichthys gibbiceps (L 165)


Leporacanthicus sp. “L 240”


Hypancistrus sp. “L 333”


Pseudolithoxus anthrax (L 235)


Ancistomus snethlageae (L 141/L 215)


Sturisoma festivum

Weitere Bilder von aqua-global: