Argentinien 2018

Nach Buenos Aires

Über São Paulo Von unserem Flug 2016 nach Buenos Aires wusste ich, dass der Flug zum städtischen Flughafen von Buenos Aires, Jorge Newbery oder besser bekannt als Aeroparque sehr imposant ist. Der Flughafen Aeroparque liegt auch schon relativ nah am Zentrum, im Gegensatz zum Internationalen Ezeiza, der ca. 40 km vom Stadtzentrum entfernt ist. Wenn es nicht ein Weiterflug erforderlich macht, also insbesondere wenn Buenos Aires Etappenziel ist, ziehe ich daher den Aeroparque dem Internationalen Ezeiza vor. Da ich nach Südamerika üblicher Weise mit LATAM fliege, ist das auch relativ unkompliziert. Man muss dann nur ab São Paulo den richtigen Anschlussflug aussuchen. Unterwegs nach Buenos Aires - dieses Mal über das Delta des Río Paraná Der Start in São Paulo verzögerte sich etwas länger. Bisher hatte ich einen Stau an der Startbahn nur in Maiquetia (Caracas, 2012) erlebt. Anscheinend wollten nun von São Paulo auf einmal abfliegen. Wenn man schon einen Fensterplatz hat, so möchte man eigentlich auch ein paar Blicke nach draußen werfen können. Aber außer Wolken war bald nichts mehr zu sehen. Erst eine Stunde später gab es auch ein paar Wolkenlücken. So war es möglich den Rio Jacuí bei Cochoeira do Sul zu sehen. Über Uruguay war dann wieder alles weiß. Erst nahe des Río de la Plata bekamen wir relativ gute Sicht. Im Gegensatz zu 2016 flog unser Flugzeug dieses Mal den Aeroparque von Norden her an. War es 2016 fast ein Rundflug über Buenos Aires so war es nun ein kleiner Rundflug über die Isla Solis [...]

Buenos Aires – Costanera Norte

Reserva Ecológica Costanera Sur Den ersten Samstag hatte ich genutzt das schon bekannte Naturschutzgebiet östlich des Zentrums von Buenos Aires zu besuchen. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt: es war nur wenige Leute in Terrain unterwegs als zu meinem Besuchen 2014 und 2016. So war es möglich ein paar Vögel mehr, insbesondere auch Kolibris zu beobachten. Gegen Mittag wurde es immer wärmer und es kamen auch immer mehr Leute. Zeit für den Heimweg. Leider ist von dem Tag die Speicherkarte kaputt gegangen. Bisher habe ich auch keine Möglichkeit gefunden, die Bilder mit anderen Programmen wieder herzustellen. Schade. Es bestärkt mich aber auch wieder in meiner Strategie, mindestens täglich die Speicherkarten zu wechseln. Costerana Norte Da ich ausreichend Zeit hatte machte ich mich zu Fuß auf den Weg. Die erste Station war die Floralis Genérica. In dem Park waren auch ein paar Vögel zu sehen. Etwas überrascht war ich, als ich den Park auf der anderen Seite verlassen wollte, war dort das Tor geschlossen. Anscheinend hatte man kein Interesse an Durchgangsverkehr. Die nächste Station war Costerana Norte mit dem Club de Pescadores. Wie 2014 waren an dem Küstenbereich unzählige Angler. 2016 hatten wir dort keinen Angler gesehen. Vielleicht waren wir da zu zeitig vor Ort. Zwei Angler waren auch wieder so freundlich mir ihren Fang zu präsentieren: Doraden. Der Rückweg ging dann am Planetarium und dem ehemaligen Zoo vorbei. Den ehemaligen Zoo will man zu einem Ökopark umgestalten. Für die einheimischen gibt es ja noch den sehr schönen Zoo Temaikén am [...]

Catedral de La Plata

Nach La Plata Buenos Aires ist eine autonome Stadt die von der Provinz Buenos Aires umschlossen wird. Hauptstadt der Provinz ist das ca. 70 km südlich von Buenos Aires gelegene La Plata. Bereits 2014 hatte ich überlegt zumindest einen Tag nach La Plata zu fahren, da dort das zweite bedeutende Naturkundemuseum von Argentinien ist: Museo de La Plata. Da La Plata auch weitere Sehenswürdigkeiten hat und ich nicht hetzen wollte, entschied ich mich ein Wochenende in La Plata zu verbringen. Zunächst war zu klären, wie man nach La Plata kommt: Mietwagen, Taxi, Bahn oder Bus. Außerhalb von Buenos Aires bevorzuge ich einen Mietwagen. In dem ausgewählten Hotel hätte ich auch einen Parkplatz für das Auto bekommen. Allerdings fand ich keinen Autovermieter, der Sonntagabend den Wagen zurück nehmen wollte und bis Montag wollte ich ihn nicht irgendwo in Buenos Aires abstellen. Schnell fand ich heraus, dass die Taxis von Buenos Aires auch nach La Plata fahren. Preismäßig hörte sich das auch sehr verlockend an. Die Hin- und die Rückfahrt von Buenos Aires nach La Plata hätte etwa genau so viel gekostet, wie der Mietwagen. Allerdings, nach etwas Recherche fand ich heraus, dass man sich auch die leere Rückfahrt bezahlen lässt, obwohl La Plata zum üblichen Taxigebiet gehört. Ein Freund empfahl mir dann den Zug von dem Bahnhof Constitución in Buenos Aires. Meine Lehrerin empfahl mir dagegen lieber den Fernbus ab dem Busbahnhof in Retiro. Meine Vermieterin schloss sich der Meinung an. Am nächsten Morgen diskutiere meine Lehrerin und ich das Thema: [...]

Museo de La Plata

Museo de La Plata Das Museo de La Plata ist das zweite große Naturkundemuseum Argentiniens. (Das erste ist das Naturkundemuseum in Buenos Aires.) Ein Hauptbestandteil sind die Sammlungen von Perito Moreno, dem Erforscher Patagoniens. Er war auch erster Direktor des 1888 in La Plata eröffneten Museums. Das Museum wurde später der Universität von La Plata angegliedert und ist seit dem auch Forschungsinstitut. Ein Teil der Räume war auch den alten Kulturen Südamerikas gewidmet. In einer Vitrine konnte man auch Gegenstände der Moche-Kultur, die wir in Peru 2014 kennen gelernt hatten, betrachten. Der Eintrittspreis war für mich nur symbolisch zu sehen - umgerechnet etwa 1,60 Euro. In den vielen Ausstellungsräumen erwarteten mich viele Exponate, insbesondere von (ausgestopften) Tieren. In das ehemalige Büro von Perito Moreno konnte man durch die Glastür sehen. Es ist ein sehr umfangreiches und interessantes Museum, das auf jeden Fall einen Besuch lohnt. Etwas schade war, das einige Exponate einen etwas eingestaubten Eindruck machten.   [Zeige eine Slideshow]

Zoo de La Plata

Catedral de La Plata - leider ohne Aussicht Via Reiseführer hatte ich inzwischen raus bekommen, dass man auf einen Turm der Kathedrale (mit dem Fahrstuhl) hinauf kann und von dort eine sehr schöne Aussicht haben soll. Das wollte ich am Sonntagmorgen noch ansehen. Im Reiseführer stand als Öffnungszeit 8:00 Uhr öffnet das Museum der Kathedralse, ab 9.00 Uhr kann man von dort mit dem Fahrstuhl hochfahren. Im Internet, das Museum öffnet um 9:00 Uhr und ab 10:00 Uhr ist der Lift in Betrieb. Also war ich kurz vor 10:00 Uhr am Museum: dort stand dann, dass das Museum 10:00 auf machen wird und ab 11:00 Uhr auf den Turm gefahren werden kann. Nachdem ich schon den Start am Sonntagmorgen aufgeschoben hatte, wollte ich nun nicht noch eine Stunde warten. Es ging als von der verschlossenen Museumstür umgehend zum Zoo.   [Zeige eine Slideshow] Zoológico de La Plata Der Zoo stammt wohl noch aus alter Zeit. Die meisten Tiere wurden in relativ kleinen Käfigen gehalten. Die Gitter waren sehr eng(maschig), so dass Fotografieren selten möglich war. Die Grünanlagen machten einen sehr gepflegten Eindruck. Eine kleine Eisenbahn durchquert den Zoo. Bei nur umgerechnet 1 EUR Eintritt pro Erwachsenen muss hier wohl auch der Staat eine Menge Geld zuschießen.  Gegen Mittag wurde es ziemlich voll. Man merkte, dass der Zoo ein Anziehungspunkt für Familien mit Kindern ist. Besonderes angetan war ich von den (frei umher fliegenden) Kolibris.   [Zeige eine Slideshow] Rückfahrt nach Buenos Aires Den Weg vom Zoo zum Busbahnhof hatte ich [...]

Zum Río Uruguay bei Colón

Nach Colón 2014 hatte ich als Anschluss an meinen Bildungsurlaub ein Kurztrip entlang des Río Paraná unternommen.  Dieses mal sollte es entlang des Río Uruguay gehen. Ich hatte mir ein Mietwagen bestellt und eine Ferienwohnung bei Colón reserviert.  Schon bei der Suche nach dem Quartier wurden deutliche Unterschiede ersichtlich. Entlang des Río Uruguay waren deutlich mehr Hotels und Privatquartiere. Im Gegensatz zu den deutlich weniger Quartieren entlang des Río Paraná waren diese bereits Wochen vorher fast ausgebucht. Offensichtlich ist der Río Uruguay ein Urlaubsgebiet. Den Mietwagen wollte ich am Samstagmorgen im Zentrum von Buenos Aires abholen. Zum Glück hatte ich noch einmal die Adresse der Mietwagenstation mir angesehen, war die doch nicht dort, wo sie ihn Google-Maps angezeigt wurde. Statt der erst geplanten 2 Kilometer zu Fuß entschied ich mich nun für ein Taxi. Die Taxipreise in Buenos Aires sind für unsere Verhältnisse sehr günstig. Man sollte aber sicherheitshalber sein Taxi per Telefon bestellen. Wasserwerte Río Uruguay bei Colón am 12.02.2018 17:35 Uhr GPS: 32.115861° S 58.160136° W pH: 8.06 Leitfähigkeit: 145 µS/cm Wassertemperatur: 26.8 °C (Weitere Wasserwerte) Pünktlich 8:30 Uhr war ich dort. Auf den Wagen musste ich dann noch eine Stunde warten, da er noch nicht vorbereitet war. Ein Navi hatte ich mit bestellt. Dieses war nicht vorhanden - ich solle mein Handy als Navi verwenden. Ein Handyhalterung war natürlich nicht im Auto: Also Handy auf den Beifahrersitz legen und dann immer mal drauf sehen. Der Tank sollte lt. Buchung voll sein - war er nicht. So musste ich [...]

El Palmar

Parque Nacional El Palmar ... ist ein 8.500 Hektar großes Naturschutzgebiet am Río Uruguay (grüne Palme). Es beheimatet eine emblematische Form der Yatay-Palme. Diese Zuchtform ist ca. 200 - 400 Jahre alt und wird (wurde?) bevorzugt für Liköre verwendet. Der Nationalpark wurde 1966 gegründet um eine der letzten Palmenplantagen zu schützen. Heute zeichnet sich der Nationalpark auch durch Wildtiere (Nandus, Spechte, Rebhühner, Bergfüchse ...) und Wildpflanzen aus. Besuch im Nationalpark Der Nationalpark sollte 7:00 Uhr öffnen und wenn man auch Tiere sehen möchte, sollte man zu dieser Zeit auch an der Einfahrt stehen. Von Colón war es ca. eine Stunde Fahrzeit. Ich musste also mal wieder früh los. Noch eine Stunde eher, um gleich zum Sonnenaufgang dort zu sein, wäre mir aber lieber gewesen. An der Einfahrt gab es dann gleich das erste Problemchen. Die Preise waren nach Einheimischen (ca. 2 EUR), andere Argentinier (ca. 4 EUR) und Ausländer (ca. 10 EUR) gestaffelt. Offensichtlich kommen da wohl nicht so viele Ausländer hin ... man musste für mich erstmal die richtige Eintrittskarte organisieren. Im Park gibt es einige Aussichtspunkte und kleine Wanderwege, die man ganz gut mit dem Auto erreichen kann. Die vielen Palmen zierten eine sehr schöne Landschaft. An Tieren konnte ich auch auf den Wanderungen nur einige wenige Vögel entdecken.   [Zeige eine Slideshow] Das Zentrum von El Palmar Im Zentrum des Parks befindet sich eine alte Ziegelei. Nahe dieser ist dann ein Strand entlang des Río Uruguay. Als ich dort ankam war es Mittag und der Badestrand füllte [...]

Auf dem Rio Uruguay

Einkaufen am Rosenmontag An den beiden vorangehenden Tagen war es trotz Wochenende kein Problem bis 20:00 Uhr einzukaufen. So hatte ich erwartet, dass ich am frühen Nachmittag des Rosenmontags meine Vorräte auffüllen konnte. Offensichtlich hatte ich da etwas falsche Vorstellungen: alle Läden hatten bereits geschlossen. Naja, fast: glücklicher Weise hatte ich nach reichlich Suchen noch ein Geschäft gefunden, dass eigentlich schon 45 Minuten geschlossen haben sollte. Offensichtlich hat sich das Personal wegen der "Versorgungsmisere" immer wieder breit schlagen lassen und Kunden ins Geschäft gelassen. Also schnell rein und das notwendigste gegriffen - dem Verhungern noch mal entgangen. Río Queguay Bootsfahrt über den Río Uruguay Am Tag der Anreise hatte ich mich etwas länger mit dem Eigentümern des Quartiers unterhalten und so waren wir auch auf Fische zu sprechen gekommen. Sergio hatte gesagt, dass er am Sonntag mit mir per Boot auf den Río Uruguay fährt. Ich hatte es eigentlich als Scherz aufgefasst. Der Sonntag war ja nun verregnet und stürmisch. Schon vom Wetter her, hatte ich nicht mit einer Bootsfahrt gerechnet. Die Überraschung: als ich Montagnachmittag zurück kam, wartete Sergio schon ... ab zum Boot. Er ist in einem lokalen Club de Pescadores und von dort sind wir zu zweit mit dem Boots zum Angeln gefahren (blaues Boot). Die Ufer und Inseln waren voll mit Sonnenanbetern, Badenixen, Anglern, ... Sergio hatte mir einiges am Fluss gezeigt bevor wir dann in einem Nebenarm des Río Uruguay, dem Río Queguay die Angeln auswarfen. Formal gesehen gehörte diese Stelle schon zu Uruguay. Wie [...]

Salto Grande und Colonia Alemana

Salto Grande Das Ausflugsziel für den nächsten Tag war das Wasserkraftwerk Salto Grande (blaues Gebäude). Es liegt ca. 150 Kilometer nördlich von Colón. Das hieß, wieder früh aufstehen. Das Wasserkraftwerk Salto Grande staut den Río Uruguay bei Salto (Uruguay) und Concordia (Argentinien). Das Wasserkraftwerk ist ein Gemeinschaftsprojekt beider Staaten. Die Staumauer ist ca. 3 Kilometer lang und bis 65 Meter hoch. Eine Straße und eine Bahnlinie verbinden hier die beiden Länder. Aufgestaut wird das Wasser in der Embalse Salto Grande, welche eine Fläche von etwa 780 km² bedeckt. Wenn man das Kraftwerk besuchen möchte und von der argentinischen Seite kommt, fährt man zum Museum für das Kraftwerk. In dem Museum erfährt man einiges über den Bau des Kraftwerkes.  Um zum Kraftwerk / zur Staumauer zu kommen, nimmt man an einer Führung teil. Diese beginnt in dem Museum mit einem ca. 15-minütigen Film. Anschließend fährt ein Bus des Museums die Führungsteilnehmer einmal über die Staumauer und zurück. Da der Bus noch vor der Grenzübergangsstelle in Uruguay wendet ohne zwischendurch aussteigen zu können, findet keine Kontrolle statt. Auf dem Rückweg hält der Bus an einem Aussichtspunkt, von dem man auf die Staumauer sehen kann und dann direkt vor der Turbinenhalle. Man kann von oben auf die Turbinen auf beiden Seiten der Grenze sehen. Nach dem Besuch des Staudammes fuhr ich noch mit den PKW auf die Seite des Stausees hier waren mehrere Hotels und Bäder. Direkt im Río Uruguay wurde dort nicht gebadet. Auch Angler waren entlang des Ufers nicht zu entdecken.   [...]

Santa Anita

Morgens am Río Uruguay Am Morgen wollte ich noch einmal mit der Angel mein Glück am Río Uruguay versuchen. Schon bei Ankunft war ich etwas skeptisch. Am Ufer war ein ca. 5 breiter grüner Streifen. Für mich sah es so aus, als hätte jemand im Fluss alte Farbe entsorgt. Die Angeln war leider erfolglos. Zurück am Quartier lockte die Sonne und ein paar Körner ein paar Vögel an.   [Zeige eine Slideshow] Santa Anita Am frühen Nachmittag holte Sergio mich an meinem Quartier ab. Etwa eine Stunde ging es über befestigte Wege.  In Santa Anita hielten wir zunächst am Friedhof und sprachen mit dem Friedhofsgärtner(?). Für mein Verständnis war Herr Schneider doch schon weit im Rentenalter. Er sprach deutsch. Die Wortwahl war etwas ungewohnt - aber mit etwas um die Ecke denken, konnte ich es verstehen. Herr Schneider zeigte uns die Gräber der Familie Kippes. Caspar Kippes kamm 1888 aus der Ukraine nach Südamerika und gründete dort zusammen mit einem deutschen Pastor Santa Anita. Während ich in der Kirche des Ortes war, hatte Sergio herausgefunden, wo der Leiter(?) des Heimatmuseums wohnt. Herr Kloster war so nett und nahm sich die Zeit uns das doch recht umfangreiche Museum zu zeigen und uns aus der Vergangenheit des Ortes zu berichten. Es war sehr interessant. Ich war etwas überrascht, dass bereits um 1890 Wolgadeutsche nach Südamerika auswanderten. Man lernt eben immer wieder dazu. Vielen Dank an Herrn Kloster und Sergio.   [Zeige eine Slideshow] Zurück nach Buenos Aires Getankt hatte ich am Vortag. [...]