Brasilien 2017

Nach Manaus

Von Frankfurt führte unsere Flugroute über Sao Paulo nach Manaus. Eigentlich sind wir all die Jahre gerne mit dem Nachtflieger der TAM nach Sao Paulo gereist. Dieses Mal war es ein neue Boeing. Anscheinend hat die TAM den Typwechsel genutzt, die Sitzabstände extrem zu verkürzen, um weitere Sitzreihen im Flugzeug unterzubringen. Für uns war ein vernünftiges Sitzen nicht mehr möglich. Der Tagflug ging dann in einer älteren Maschine nach Manaus in der wir dann auch wieder vernünftig sitzen konnten. Leider war es lange stark bewölkt, so dass wir erst kurz vor Manaus etwas von der schönen Landschaft sahen. Wegen der Fussball-WM wurde in Manaus ein neuer Flughafen gebaut. Der alte war zwar damals vor 4,5 Jahren nicht besonders schön, aber praktisch. Beim ersten Blick auf den neuen dachte ich nur: "Au, weia!". Mit dem Bus ging es zügig zu unserem Reise-Schiffchen der Iracema. (Siehe auch Brasilien 2011: Encontro das Aguas und Manaus vom Ufer) [Zeige eine Slideshow]

Rund um Manaus

Manaus vom Ufer Nach dem Bezug der Kabinen und einer kurzen Einweisung an Bord ging es auch schon auf Tour, vom Ufer beim Hotel Tropical den Rio Negro hinab zum Amazonas, zum Encontro das Aguas (Meeting of Waters) (dicke blaue Linie), dem kilometerlangen Zusammenfluss des schwarzen Rio Negro-Wassers mit dem lehmfarbenen des Rio Solimões. (Siehe auch Brasilien 2011: Flug nach Brasilia) Dieses lies auch einige vergleichende Blicke auf Manaus (Brasilien 2011: Encontro das Aguas und Manaus vom Ufer). Die Millionenstadt Manaus hat sich weiter entwickelt:   Als Freihandelszone ist es einer der bedeutendsten Industriestandorte Brasiliens und hat mehr als 2 Millionen Einwohner. In Manaus befindet sich zum Beispiel das größte Motorradwerk von Honda (Siehe Motorrad online: "Report: Das Honda-Werk in Manaus/Brasilien"). Etwa aller 8 Sekunden wird ein Motorrad fertiggestellt. Aber auch andere internationale Firmen wie Yamaha, Fujitsu, LG, Panasonic, Samsung, Sony Music, ... sind in Manaus vertreten. Die Entdeckung und Förderung von Erdgas hat zu einen neuen Boom geführt. So sind Werften für Tankschiffe in Manaus entstanden.  Dieser Boom hat auch seinen Preis, nicht nur in Manaus. Viele Orte (Flussdörfer) nördlich von Manaus sollen diverse Einwohner verloren haben, einige gar ganz verlassen sein. Die Brücke über den Rio Negro (Ponte Rio Negro) ist fertig (sicherlich schon seit kurz nach unserem letzten Besuch 2011). Ob dieses Millionen-Bauwerk (umgerechnet ca. 470 Mio. EUR) der Investition gerecht wird, darf man bezweifeln, geht die darüber führende Straße nur bis Novo Airão ohne Perspektive in naher Zeit fortgesetzt zu werden (glücklicher Weise: sonst würde noch mehr Regenwald [...]

Anamã

Unser nächstes Ziel war Anamã (blauer Marker), eine kleine Gemeinde mit ca. 12.000 Einwohnern am Rio Solimões und liegt ca. 130 km westlich von Manaus.  Der Morgen fing an, wie der Abend zuvor aufgehört hatte (blaue Linie): ein breiter Fluss, der Rio Solimões, das eine Ufer nah meist mit typischem Galeriewald, das andere so fern, dass es am Horizont meist nur als schmaler Streifen zu sehen war. Lastkähne und Boote fuhren auf dem  Hier und dort war die Uferböschung durch den Fluss abgetragen oder drohte bald in sich zusammen zu fallen. Manches Haus war diesem offensichtlich schon zum Opfer gefallen. In Nähe von Siedlungen fühlten sich Rabengeier wohl. So wie Autos bei uns auf der Straße stehen, (wenn auch nicht ganz so dicht) liegen dort Boote und kleine Schiffe am Ufer. Obwohl Sonntag war, waren relativ viel Leute am Arbeiten: Fische fangen (auf den Bildern zum Beispiel Zander-Antennenwels (Pinirampus pirinampu)), Obst und Gemüse ans Ufer tragen und verladen, Wäsche waschen usw.. [Weiter unten: Durch Anama] Wasserwerte Igarapé zum Lago Gabriel (braunes Thermometer) am 22.01.2017 15:45 Uhr GPS: 3,593771°S; 61,425639°W pH: 6,6 Leitfähigkeit: 91 µS/cm Wassertemperatur: 28,4 °C Wasserwerte Várzea bei Anamã (violettes Thermometer) am 22.01.2017 17:10 Uhr GPS: 3,605402°S; 61,446058°W pH: 6,6 Leitfähigkeit: 149 µS/cm Wassertemperatur: 28,6 °C [Zeige eine Slideshow] Durch Anamã Auf der Suche nach einem geeigneten Anlegeplatz  fuhr unser Schiff zunächst das Ufer ab. So erhielten wir schon einmal einen guten Überblick über den Ort. Einige Geschäfte auf dem Fluss, entlang des Ufers schienen trotz Sonntag geöffnet zu haben. Bei der Kirche (Santuário) São Francisco [...]

Bei Anori

Über Nacht hatten wir eine Várzea südlich von Anori  (etwa 235 km von Manaus entfernt) erreicht. Ein Blick von Deck: viel Wasser und viele grüne Pflanzen. Nach dem üblichen Wecken mit La Traviata ging es schon bald mit den Beibooten auf Tour. Exkursion nahe Anori (Blaue Linie.) Beim Einstieg in die Beiboote wurde es gerade erst hell. Es ist natürlich immer etwas zweischneidig: einerseits möchte man möglichste viele Tiere sehen und da bieten sich die Stunden der Morgen- und Abenddämmerung besonders an, andererseits sieht man dann aber auch oft nur graue Schattenwesen. In einem Igarapé worden wir aufgehalten: zwei Bäume waren quer auf den Rinnsal gestürzt. Doch schon bald kam der ADAC ;-)  - naja, zwei Einheimische, die für solche Fälle zum Beispiel mit einer großen Axt besser ausgerüstet waren als wir. Nach ca. 30 Minuten ging es weiter. Die Freude währte jedoch nicht lange, da standen wir an der nächsten natürlichen Sperre aus umgestürzen Bäumen. Bevor das eine endlose Geschichte wurde, kehrten wir um und suchten einen anderen Weg. Wasserwerte bei Vila do Maquira (braunes Thermometer) am 23.01.2017 07:00 Uhr GPS: 3,891366° S; 61,668224° W pH: 6,96 Leitfähigkeit: 98 µS/cm Wassertemperatur: 27,1 °C Wasserwerte Igarapé bei Vila do Maquira (grünes Thermometer) am 23.01.2017 07:34 Uhr GPS: 3,896263° S; 61,662508° W pH: 6,85 Leitfähigkeit: 97 µS/cm Wassertemperatur: 27,4 °C Wasserwerte Ihla Flores (violettes Thermometer) am 23.01.2017 18:13 Uhr GPS: 3,911506° S; 61,870794° W Leitfähigkeit: 100 µS/cm Wassertemperatur: 29,1 °C Wir konnten verschiedene Vögel (Hoatzin (Opisthocomus hoazin), Doppelbindenarassari (Pteroglossus pluricinctus), Glattschnabelani (Crotophaga ani), Schmuckreiher (Egretta thula)) entdecken und [...]

Lago Miuá und Lago Munguba

Auf dem Lago Miuá Am nächsten Morgen erreichten wir den Lago Miuá. 6:00 Uhr Wecken mit La Traviata und bereits 30 Minuten später ging es zur ersten Exkursion des Tages, entlang des südlichen Ostufers des Lago Miuá. Insbesondere nach Vögel waren wir auf der Suche. Entdecken konnten wir: einen Maskenkardinal (Paroaria nigrogenis), Mangrovenreiher (Butorides striata), einen Arassari, ein Ibis, einen Schlangenhalsvogel (Anhinga anhinga), einen Savannenbussard (Buteogallus meridionalis). Eigentlich ist der Lago Miuá ein Schwarzwassersee. Doch das Wasser von Rio Solimões drückte stark in den See, so dass im südlichen Bereich das Wasser sehr trüb war. Nach dem Frühstück fuhren wir noch etwas den Lago Miuá auswärts, um im Schwarzwasser baden zu können.  Wasserwerte Lago Miuá (violettes Thermometer) am 24.01.2017 07:15 Uhr GPS: 3.7663° S; 62.20342° W pH: 6,67 Leitfähigkeit: 51 µS/cm Wassertemperatur: 28,1 °C Diese Zeit nutzte die Besatzung zum Fisch-Einkauf bei den Einheimischen. Sie brachten Schwarze Dornwelse (Oxydoras niger), einen Tiger-Spatelwels (Pseudoplatystoma tigrinum), Gabelbart (Osteoglossum bicirrhosum) und Piranhas (Pygocentrus nattereri) mit. [Weiter unten: Exkursion auf dem Lago Munguba] [Zeige eine Slideshow] Exkursion auf dem Lago Munguba Gegen Mittag fuhren wir einige Kilometer weiter. Ziel war der Rio Badajós. Da die Zufahrt nicht möglich war besuchten wir den benachbarten Lago Munguba. Neben einigen Insekten, einen Schwarm Amazonen war ein Dreifinger-Faultier (Bradypus variegatus) in den Bäumen versteckt. Recht bald zog ein Unwetter auf - in der Regenzeit muss man immer damit rechnen - also nichts wie weg. [Zeige eine Slideshow]

Coari und Lago Aruã

Stadtrundgang in Coari Mit etwas mehr als 100.000 Einwohnern zählt Coari schon zu den etwas größeren Orten am Rio Solimões. Auf dem Wasserweg sind es etwas mehr als 450 km bis Manaus, Luftlinie ca. 360 km. Coari hat insbesondere Bedeutung durch die Rohstoffe Erdöl, Erdgas und Holz. Es ist auch ein Marktplatz für die umliegenden Gemeinden und den Gemeinden von den nahe gelegenen Nebenflüssen des Rio Solimões. Nach dem morgendlichen La Traviata legten wir fast pünktlich 7:00 in Coari an. Am Ufer standen viele Schiffe. Neben uns am Pier lagen zwei größere Linienschiffe, voll mit Waren aber auch voll mit Leuten und deren Hängematten. Wir machten uns in der großen Gruppe auf zu einer Ortsbesichtigung, bei der der Markt im Mittelpunkt stand. Welch buntes Markttreiben? Wasserwerte Igarapé am Lago Aruã (braunes Thermometer) am 25.01.2017 15:05 Uhr GPS: 4.048802° S; 63.494344° W pH: 5,76 Leitfähigkeit: 7 µS/cm Wassertemperatur: 27,4 °C Wasserwerte Igarapé am Lago Aruã (weinrotes Thermometer) am 25.01.2017 16:10 Uhr GPS: 4.037562° S; 63.498868° W pH: 5,64 Wassertemperatur: 26,1 °C Von besonderem Interesse waren für uns die diversen Früchte (Paranüsse, verschiedene Sorten von Bananen, Orangen, Maniok, Melonen, Gurken, Papaya, Kürbise, Karotten, Mais, Cupuaçu, Süßkartoffeln Paprika ), Tiere (Hähnchen, Aguti?, Gürteltiere?) und Fische (siehe unten), die verkauft worden. Es war eine unbeschreibliche Vielfalt, die wir sehen konnten. Versteckt in einem Sack" zweigte man uns eine lebende, geschützte Schildkröte. (Mehr dazu weiter unten.) Anschließend besuchten wir die Kirche Igreja do Evangelho Quadrangular und eine benachbarte Schule. Dort nutzte man gerade die Ferien für Umbauarbeiten. Ein Blick in die Schulküche war uns [...]

Rio Carapanatuba und bei Ihla Jutica

Das nächste Ziel war der Rio Carapanatuba. Nach dem morgentlichen La Traviata hatten wir mit unserem Schiff noch einen etwas längeren Weg. Es blieb also reichlich Zeit das Ufer zu beobachten: Rabengeier (Coragyps atratus), Truthahngeier (Cathartes aura), Fischadler (Pandion haliaetus), Großschnabel-Seeschwalbe (Phaetusa simplex) und noch ein paar andere Vögel gehörten inzwischen zum gewohnten Bild. Unterwegs konnten wir aber auch Brüllaffen, Totenkopfäffchen und Riesentukane (Ramphastos toco) entdecken. Gegen Mittag erreichten wir unser Etappenziel. [Weiter unten: Exkursion am Rio Carapanatuba] Wasserwerte Rio Carapanatuba (grünes Thermometer) am 26.01.2017 10:55 Uhr GPS: 3,766340° S; 63,771303° W pH: 6,83 Leitfähigkeit: 85 µS/cm Wassertemperatur: 28,9 °C [Zeige eine Slideshow] Exkursion am Rio Carapanatuba Der Rio Carapanatuba war zu diesem Zeitpunkt ein Weißwasserfluss, der (vom Aussehen her) aus einem Schwarzwassersee gespeist wurde. Zunächst besuchten wir eine eine einheimische Familie an der Mündung des Flusses in den Rio Solimões. Sie zeigten uns, wie Maniok-Mehl hergestellt wird. Die Hitze des Tiegels wurde gleichzeitig verwendet, um Fische für das Mittagessen zu grillen. Am Ufer des Rio Carapanatuba konnten wir für uns neue Vogelarten entdecken, zum Beispiel Weißnackentityra (Tityra semifasciata) und Orangerückentrupial (Icterus croconotus). Darüber hinaus konnten wir Kastanienglanzvogel (Galbalcyrhynchus leucotis), Schwefelthyrann (Pitangus sulphuratus), Truthahngeier (Cathartes aura), hellrote Aras (Ara macao), Totenkopfäffchen (Saimiri cassiquiarensis?), Fledermäuse und eine Vogelspinne beobachten. Im Fluss fingen wir wieder mehrere Calophysus macropterus, am See Mühlsteinsalmler (Mylossoma sp.). [Weiter unten: Nachtexkursion bei Ihla Jutica] [Zeige eine Slideshow] Nachtexkursion bei Ihla Jutica Mit Einbruch der Dunkelheit erreichten wir die Ihla Jutica. Wenig später machten wir uns zu einer Nachtexkursion auf. Zwischen den [...]

Tefé und Cuxiu Muni

Nach Tefé Über Nacht ist unser Schiff weiter den Rio Solimões aufwärts gefahren. Das alltägliche La Traviata weckte uns. Von Deck waren im Gegensatz zum bisher befahrenen Teil des Fluss relativ hohe, rotbraune Ufer zu sehen. Weit oben über dem Fluss befindet sich die Missionsstätte Adbelem Tefé. Schon bald zog von Osten her ein Regengebiet auf. Man sah förmlich wie es uns folgte und uns zügig einholte. Wenn auch der Monat Januar am Anfang der Regenzeit dort ist, so muss man doch ständig mit heftigen Regenfällen rechnen. Ein paar Motorkanus waren unterwegs. Die Regenschirme der auf den Motorkanus Mitfahrenden hatten bei dem starken Regen doch nur dekorativen Charakter. Oft ist ein Regen dort in der Region genau so schnell weg, wie er kam. So war es auch an diesem Morgen. [Weiter unten: Tefé] [Zeige eine Slideshow] Tefé Die Stadt Tefé liegt ca. 525 km Luftlinie, ca. 600 (680 in der Trockenzeit?) km Flusskilometer von Manaus entfernt. Sie liegt am gleichnamigen Lago Tefé, in den auch der Rio Tefé mündet. (80 km = ca. 13% Differenz in den verschiedenen Quellen wird wohl auf die Unterschiede zwischen Trocken- und Regenzeit zurückzuführen sein, sind doch diverse Flussarme in der Trockenzeit nicht befahrbar.) Die ist aus einer unbedeutenden Indianersiedlung hervorgegangen und wurde 1759 als Vila de Ega gegründet. Heute ist sie mit reichlich 60.000 Einwohnern ein bedeutender Warenumschlagplatz am mittleren Rio Solimões. Alternativ zum Wasserweg kann man Tefé auch mit dem Flugzeug erreichen. Es gibt keine Straßen nach Tefé. Für Touristen ist der Ort bestenfalls eine [...]

Igarapé Auaca und Rio Panapuã

Expedition vor dem Aufstehen (Igarapé Auaca) Um 4:30 Uhr Wecken mit klassischer Musik - um 5:00 Uhr Abfahrt mit den Beibooten in den Igarapé Auaca (blaue Linie, blauer Marker). Also zu einer Uhrzeit zu der man sich um Urlaub noch einmal im Bett umdreht und weiter schläft. Für Naturbeobachtungen sollte man aber auch die frühen Stunden nutzen. Der Igarapé Auaca sollte gut geeignet sein um Brüllaffen zu hören und mit etwas Glück auch zu sehen. Das Wetter war sehr ungemütlich. In der Dunkelheit war auch nicht viel zu erkennen. Es nieselte und mit der Zeit wurde es immer nasser von oben. Bei solch einem Wetter schickt man eigentlich niemanden vor die Türe. Die Brüllaffen werden sich auch ein gemütliches Plätzchen gesucht haben. Sie waren nicht zu finden. Zumindest eine sehr schöne Gustavia fanden wir. Recht bald ging es weiter zum Schiff zurück und mit diesem zum Rio Panapuã. [Weiter unten: Via Rio Solimões und Rio Aranapu] Wasserwerte "schwarzer" See neben Rio Panapuã (grünes Thermometer) am 28.01.2017 18:15 Uhr GPS: 2,334207° S; 65,275902° W Leitfähigkeit: 108 µS/cm Wassertemperatur: 28,3 °C Wasserwerte zugewachsener See neben Rio Panapuã (violettes Themometer) am 28.01.2017 17:35 Uhr GPS: 2,299140° S; 65,269184° W Leitfähigkeit: 119 µS/cm Wassertemperatur: 27,6 °C Wasserwerte Zufluss Rio Panapuã (braunes Thermometer) am 28.01.2017 15:35 Uhr GPS: 2,311257° S; 65,305841° W pH: 7,04 Leitfähigkeit: 120 µS/cm Wassertemperatur: 27,3 °C [Zeige eine Slideshow] Via Rio Solimões und Rio Aranapu Über den Rio Aranapu erreichten wir den Rio Panapuã (dicke graue Linie). Der Rio Aranapu stellt eine Verbindung zwischen dem Rio Solimões und dem Rio Japurá, ca. 80 km [...]

Lago Uará und bei Tamaniquá

Spinnfischen am Lago Uruá Über Nacht erreichte unser Schiff den Lago Uará. Das morgendliche Wecken mit La Traviata war für 7:00 Uhr angekündigt. Für Angler ging es jedoch schon um 6:00 Uhr in die Boote. Die Crew wollte uns heute den Umgang mit der Wurfangel beibringen. Im Lago Uará sollte dafür eine gute Möglichkeit sein, weil es viele Tucunaré (Augenfleckenkammbarsch (Cichla monoculus)) geben soll. Drei haben wir tatsächlich gefangen. Weiterhin bissen ein Säbelzahnsalmler (Rhaphiodon vulpinus), ein Schwarzer Piranha (Serrasalmus rhombeus) und Serrasalmus cf. elongatus an. Die Ausbeute war sehr bescheiden. Am Ufer erzählte uns ein Einheimischer, dass am Ende der letzten Trockenzeit - also zur Zeit als die Fische nicht in den nun überfluteten Wald ausweichen konnten - ein großes Schiff aus Manaus gekommen sei und mit einem Schleppnetz fast alle Fische gefangen habe. [Weiter unten: Exkursion durch den Regenwald am Lago Uruá] Wasserwerte Lago Uará (violettes Thermometer) am 29.01.2017 07:30 Uhr GPS: 2.70459° S; 65.60296° W pH: 5,97 Leitfähigkeit: 15 µS/cm Wassertemperatur: 27,2 °C Wasserwerte nahe Tamaniquá (braunes Thermometer) am 29.01.2017 17:35 Uhr GPS: 2.67999° S; 65.64173° W pH: 6,32 Leitfähigkeit: 52 µS/cm Wassertemperatur: 29,4 °C [Zeige eine Slideshow] Exkursion durch den Regenwald am Lago Uará Nach dem Frühstück machten wir uns zu einer Exkursion in den Dschungel auf. Wir legten bei einer Siedlung der Caboclos an. Hinter den Häusern standen noch einige Kulturpflanzen, doch bald waren wir im Dschungel, in dem es viele Pflanzen und einige Insekten zu entdecken gab. Ein besonderer Höhepunkt war der Genuss von frischen Paranüssen, welche Mitglieder der Crew mit der Machete aus [...]