Rio Carapanatuba und bei Ihla Jutica

Das nächste Ziel war der Rio Carapanatuba.

Nach dem morgentlichen La Traviata hatten wir mit unserem Schiff noch einen etwas längeren Weg. Es blieb also reichlich Zeit das Ufer zu beobachten: Rabengeier (Coragyps atratus), Truthahngeier (Cathartes aura), Fischadler (Pandion haliaetus), Großschnabel-Seeschwalbe (Phaetusa simplex) und noch ein paar andere Vögel gehörten inzwischen zum gewohnten Bild. Unterwegs konnten wir aber auch Brüllaffen, Totenkopfäffchen und Riesentukane (Ramphastos toco) entdecken. Gegen Mittag erreichten wir unser Etappenziel. [Weiter unten: Exkursion am Rio Carapanatuba]

Wasserwerte Rio Carapanatuba (grünes Thermometer)
am 26.01.2017 10:55 Uhr
GPS: 3,766340° S; 63,771303° W
pH: 6,83
Leitfähigkeit: 85 µS/cm
Wassertemperatur: 28,9 °C

Exkursion am Rio Carapanatuba

Der Rio Carapanatuba war zu diesem Zeitpunkt ein Weißwasserfluss, der (vom Aussehen her) aus einem Schwarzwassersee gespeist wurde.

Zunächst besuchten wir eine eine einheimische Familie an der Mündung des Flusses in den Rio Solimões. Sie zeigten uns, wie Maniok-Mehl hergestellt wird. Die Hitze des Tiegels wurde gleichzeitig verwendet, um Fische für das Mittagessen zu grillen.
Am Ufer des Rio Carapanatuba konnten wir für uns neue Vogelarten entdecken, zum Beispiel Weißnackentityra (Tityra semifasciata) und Orangerückentrupial (Icterus croconotus). Darüber hinaus konnten wir Kastanienglanzvogel (Galbalcyrhynchus leucotis), Schwefelthyrann (Pitangus sulphuratus), Truthahngeier (Cathartes aura), hellrote Aras (Ara macao), Totenkopfäffchen (Saimiri cassiquiarensis?), Fledermäuse und eine Vogelspinne beobachten. Im Fluss fingen wir wieder mehrere Calophysus macropterus, am See Mühlsteinsalmler (Mylossoma sp.). [Weiter unten: Nachtexkursion bei Ihla Jutica]

Nachtexkursion bei Ihla Jutica

Mit Einbruch der Dunkelheit erreichten wir die Ihla Jutica. Wenig später machten wir uns zu einer Nachtexkursion auf. Zwischen den Bäumen leuchteten die Augen eines jungen Kaiman. In der Dunkelheit konnten wir noch eine Nachtschwalbe (Caprimulgidae) und eine Familie Rotstirn-Blatthühnchen (Jacana jacana). Im Kescher hatte sich ein noch nicht bestimmbares Fischlein.

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