Igarapé Auaca und Rio Panapuã

Expedition vor dem Aufstehen (Igarapé Auaca)

Um 4:30 Uhr Wecken mit klassischer Musik – um 5:00 Uhr Abfahrt mit den Beibooten in den Igarapé Auaca (blaue Linie, blauer Marker). Also zu einer Uhrzeit zu der man sich um Urlaub noch einmal im Bett umdreht und weiter schläft. Für Naturbeobachtungen sollte man aber auch die frühen Stunden nutzen. Der Igarapé Auaca sollte gut geeignet sein um Brüllaffen zu hören und mit etwas Glück auch zu sehen.

Das Wetter war sehr ungemütlich. In der Dunkelheit war auch nicht viel zu erkennen. Es nieselte und mit der Zeit wurde es immer nasser von oben. Bei solch einem Wetter schickt man eigentlich niemanden vor die Türe. Die Brüllaffen werden sich auch ein gemütliches Plätzchen gesucht haben. Sie waren nicht zu finden.

Zumindest eine sehr schöne Gustavia fanden wir. Recht bald ging es weiter zum Schiff zurück und mit diesem zum Rio Panapuã.

[Weiter unten: Via Rio Solimões und Rio Aranapu]

Wasserwerte „schwarzer“ See neben Rio Panapuã (grünes Thermometer)
am 28.01.2017 18:15 Uhr
GPS: 2,334207° S; 65,275902° W
Leitfähigkeit: 108 µS/cm
Wassertemperatur: 28,3 °C

Wasserwerte zugewachsener See neben Rio Panapuã (violettes Themometer)
am 28.01.2017 17:35 Uhr
GPS: 2,299140° S; 65,269184° W
Leitfähigkeit: 119 µS/cm
Wassertemperatur: 27,6 °C

Wasserwerte Zufluss Rio Panapuã (braunes Thermometer)
am 28.01.2017 15:35 Uhr
GPS: 2,311257° S; 65,305841° W
pH: 7,04
Leitfähigkeit: 120 µS/cm
Wassertemperatur: 27,3 °C

Via Rio Solimões und Rio Aranapu

Über den Rio Aranapu erreichten wir den Rio Panapuã (dicke graue Linie). Der Rio Aranapu stellt eine Verbindung zwischen dem Rio Solimões und dem Rio Japurá, ca. 80 km nordnordwestlich der Mündung des Rio Aranapu in den Rio Solimões her. Die Fließrichtung im Rio Aranapu geht vom Rio Solimões zum Rio Japurá.

Der Rio Panapuã fließt nordwestlich des Rio Aranapu zwischen dem Rio Solimões und dem Rio Japurá. Zum Glück hatte sich bis zum Erreichen des Rio Panapuã das Wetter etwas verbessert. Es war zwar noch grau bis dunkelgrau, aber zumindest regnete es nicht mehr. [Weiter unten: Exkursion am Rio Panapuã]

Exkursion am Rio Panapuã

An der Mündung des Rio Panapuã liegt ein kleiner Ort von Caboclos. Während wir dort auf lokale Begleitung warteten, passierten mehrere Flussdelfine unser Schiff. Wir fuhren dann mit unserm Schiffchen in den Rio Panapuã hinein, In den Bäumen am Ufer waren Brüllaffen zu erkennen.

Stromabwärts gesehen befand sich links und rechts des Rio Panapuã zwei Seen. Einer sah nach einem Schwarzwassersee aus. Der andere war insbesondere zugewachsen. Nach einigen Kilometern stiegen wir in unsere Beiboote um.(Orangene Linie:) Bei dem Abstecher in den zugewachsenen See entdeckten wir Frösche, Insekten und eine sehr große Fläche von Riesen-Seerosen. Ein paar Fische fanden sich auch im spontan ins Wasser gehaltenen Kescher wieder.

Anschließend ging es in zwei Igarapés. In den Bäumen am Ufer waren verschieden Vögel (Nachtschwalbe (Caprimulgus parvulus)?, Hoatzin (Opisthocomus hoazin), Jungferntrogon (Trogon colaris)?, Rohrspottdrossel (Donacobius atricapilla), Tüpfelbuntspecht (Colaptes punctigula punctipectus)), ein Faultier und Totenkopfäffchen zu finden.

Zum Abschluss gab es noch einen Abstecher in den oben schon erwähnten See. Vom Aussehen her hätte man richtiges Schwarzwasser erwartet. Doch der Schein trug – die Leitfähigkeit lag mit mehr als 100 µS/cm deutlich über der für Schwarzwasser üblichen.

Zwischenzeitlich waren noch einheimische an unserem Boot und haben uns einen großen Platin-Spatelwels (Brachyplatystoma rousseauxii)  gebracht (verkauft).

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