Peckoltia compta (L 134)

de Oliveira, Zuanon, Rapp Py-Daniel, Roc, 2010
Peckoltia compta (L 134)
Etymologie
von computs (lat.) = geschmückt
Einordnung
Familie
 
Unterfamilie
 
Tribus
 
Gattung
Synonyme
Leopard frog pleco
Schmucklinien-Zwergschilderwels
Tapajos Zebra
stark gefährdet (Endangered)
Totallänge
etwa 12 cm
Empfohlene Aquariumgröße
60 cm
Temperatur in °C
26 - 30 °C
pH:
5 - 7
Herkunft
Rio Tapajos (Pimental), Rio Jamanxim (Para)
Brasilien
Wassertyp
Klarwasser
Ernährung

Pflanzliche Kost, Welschips, weiches Holz, Insektenlarven, ...
Bei uns erhalten sie DuplaRin G und JBL Pleco Chips.
Verschiedendlich wird berichtet, dass sie auch Gemüse fressen. Das konnten wir trotz verschiedenem Angebot bei unseren nie beobachten.
Jungtiere füttern wir in den ersten Tagen mit JBL NovoTom, Cyclop-Eeze und zerriebenen JBL Tabis.
Pflanzenfresser
unbekannt
Haltung
Diese Art ist wohl nach dem Hypancistrus zebra (L46) eine der beliebtesten. Es ist sehr friedliche Art.
Während der Eingewöhnung haben sie uns etwas beunruhigt, da wir sie nie bei der Nahrungsaufnahme beobachten konnten, obwohl sie fast den ganzen Tag in ihrem Artbecken zu sehen waren. Nach ca. 4 Wochen konnten wir jedoch feststellen, dass sie doch schon ein Stück größer geworden sind. Für die Eingewöhnung hilfreich sind anscheinend weiche Wurzeln zum "Abschlabbern".
Sie bevorzugen leicht saures Wasser.
Zur Einrichtung des Aquariums sollten Standardhöhlen gehören. Anscheinend haben die Männchen eine Vorliebe für etwas zu kleine Höhlen. Bald zwei Wochen lang sorgte ich mich, um das eine Männchen. Verlor es doch immer mehr seine Musterung. (Siehe Bild 5) Zufällig kam ich eines morgens dann dazu, als es sich förmlich in eine Höhle reinschraubte, die ich eigentlich für die noch etwas kleineren Tier
Geschlechtsunterschied
Eine sichere Unterscheidung gibt es wohl erst, wenn das Weibchen beim Eierlegen beobachtet wurde und das Männchen die Eier bewacht. Es gibt Aussagen, dass nur die Männchen auf dem Schwanzstiel Odontoden hätten. Dieser Meinung kann ich mich nicht mehr anschließen. Auch die Aussage, dass Weibchen fülliger sind, ist nicht ausreichend, da es auch propere Männchen gibt.
Sofern die Genitalpapile ausgefahren ist, so kann man erkennen, dass M eine spitzere Genitalpapile haben, W eine stupfere. Siehe Bilder unten.
von der Gattung: Standard
Nachzucht
mehrfach erwähnt
Es handelt sich um einen Höhlenbrüter. Das Männchen betreibt Brutpflege.
Von Ende Januar bis Mitte Mai 2006 haben die Tiere ca. aller 4 Wochen abgelaicht. Anfang April laichte das Männchen mit einem anderen Weibchen ab. Durchschnittlich waren es pro Gelege ca. 25 junge Welse.
Da der Vater sich bei der Brutpflege etwas tölpelhaft anstellt und vermehrt Larven aus der Höhle wirbelte, legen wir nach den ersten Pflegetagen den Höhleneingang etwas hoch. (Siehe Bild 1) Herausgewedelten Larven sollte man sich jedoch gründlich ansehen. Nicht wenige der Larven hatten Mißbildungen, so dass ich annehme, dass das Männchen so auch Selektion betreibt.
Mitte Mai hatten sie die Sommerpause begonnen. Für mich unerwartet beendeten sie diese am 7. August. Nach wenigen weiteren Gelegen kam es zu einer etwa zweijährigen Pause. Zum Ende dieser ist anscheinend das "erste Muttertier" gestorben.
Im Allgemeine überführen wir das Gelege mit Vater während der ersten Woche in einen Gerdkasten. Mit 2-3 Wochen sind die Kleinen soweit, dass der Vater wohl eher hinderlich ist, da er sie nicht aus der Höhle lässt. Wir setzen daher zu dieser Zeit den Vater zurück.
Alternativ, wenn ein vorheriges Umsetzen wie oben beschrieben nicht möglich war, setzen wir die Höhle mit den Nachkommen ohne den Vater in der 3. Woche in den Gerdkasten. Nachteilig ist hier, dass dann bereits die ersten aus der Höhle geflohen sein können.
Zur weiteren Aufzucht im Gerdkasten sei erwähnt, dass wir versuchen vorsichtig die Jungtiere aus der Höhle zu spülen. Hat der letzte die Höhle verlassen, ersetzen wir diese durch eine halbe Kokosnuss. Eine weiche Wurzel und ein zusätzlicher Sprudelstein sollten im Aufzuchtkasten nicht fehlen.
 
 
von
bis
 
Anzahl
 
52
 
Temp.
26
30
 
pH
5.50
7.20
 
GH
2
4
 
KH
1
3
 
NO³
13
13
 
Leitf.
165
350
 
 
Sonstiges
L134 vom Jamanxim haben ein gepunktetes Muster, nicht nur aufgerissene Linien. (siehe unterste Bildzeile)
Exportinformation
Auf der Positivliste von Brasilien 2012
zuletzt auf einer Stockliste
13.09.17
Weitere Literatur
  • A. Werner / W. Lechner / Dr. J. Schmidt "Miniatlas L-Welse"  Ausgabe: 1 (2005) P.126
  • Seidel, Ingo "Ingos Harnischwelszucht"  Ausgabe: 1 (2010) P.178
  • Seidel, Ingo "Back to Nature - Handbuch für L-Welse"  Ausgabe: 1 (2008) P.165
  • I. Seidel / H.-G. Evers "Welsatlas 2"  Ausgabe: 1 (2005) P.649
  • Aquaristik - Aktuelle Süßwasseraquaristi 2/2008 S.24
  • DATZ 6/1993
Bild 2: Peckoltia compta (L 134)
Bild 2: Peckoltia compta (L 134)
Bild 2: Peckoltia compta (L 134)
Bild 2: Peckoltia compta (L 134)
Bild 6: Peckoltia compta (L134) - Genitalpapile Männchen
Bild 6: Peckoltia compta (L134) - Genitalpapile Weibchen
Bild 8: Peckoltia compta (L 134)
Bild 8: Peckoltia compta (L 134)
Bild 8: Peckoltia compta (L 134)
Bild 11: Peckoltia compta (L 134)
Bild 11: Peckoltia compta (L 134)
Bild 11: Peckoltia compta (L 134)
Bild 11: Peckoltia compta (L 134)
Bild 15: Peckoltia compta (L 134)
Bild 15: Peckoltia compta (L 134)
Bild 15: Peckoltia compta (L 134)
Bild 18: Peckoltia compta (L 134)
Bild 18: Peckoltia compta (L 134)
Bild 18: Peckoltia compta (L 134)
Bild 21: vom Rio Jamanxim
Bild 21: vom Rio Jamanxim
Vielen Dank an
für die Bilder
Ingo Seidel
21, 22
Bitte hilf mit Deinen Bildern und Informationen die Datenbank zu vervollständigen.: datenbank(at)welsfans.de
Link: https://www.suedamerikafans.de/wels-datenbank/welsart/?art=222
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