Aquaristik Fachmagazin April / Mai 2022 – “Wels-Presseschau”

Hallo liebe Welsfreunde,

ich möchte Euch auf sechs welsige Artikel im Aquaristik Fachmagazin April / Mai 2022 aufmerksam machen:

Ingo Seidel „Ohrgitterwelse – Eine variable und systematisch schwierige Gruppe“

Ingo erwähnt, dass nach einer Studie von Roxo, Albert, Silva, Zawadzki, Foresti und Oliveira („Hisonotus acuen, a new and phenotypically variable cascudinho (Siluriformes, Loricariidae, Hypoptopomatinae) from the upper rio Xingu basin, Brazil„) von 2014 dir Ohrgitterwelse in drei Unterfamilien aufgeteilt wurden: Hypoptopomatinae, Neoplecostominae und Otothyrinae. Er verweist darauf, dass es für Aquarianer schwer verständlich ist, dass Otocinclus zur Unterfamilie der Hypoptopomatinae während die sehr ähnlichen Parotocinclus in die Unterfamilie der Otothyrinae gehören.

Ingo stellt dann die wichtigsten Vertreter der Hypoptopomatinae und Otothyrinae vor. So wie er schreibt sind die Neoplecostominae in der Aquaristik ohne Bedeutung.

Namensgeber für die Hypoptopomatinae sind die Riesenohrgittesaugwelse Hypoptopma. Ingo berichtet, dass Hypoptopma gulare, Hypoptopma psilogaster und Hypoptopma thoracatum regelmäßig aus Peru importiert werden. Diese Welse gelten als robust und verlangen keinen sehr hohen Sauerstoffgehalt des Wassers.

Die Schwestergattung ist Oxyropsis. Hier sollen Oxyropsis wrightiana immer wieder importiert werden, stellen an den Aquarianer aber höhere Anforderungen.

Ebenso verhält es sich mit den Nannoptopoma. In der Aquaristik bekannt ist hier insbesondere die noch nicht beschriebene Art Nannoptopoma sp. „Peru“

Dazu gehören weiter die in der Aquaristik unbekannten Nannoxyropsis: Nannoxyropsis acicula vom rio Tapajós und Nannoxyropsis ephippia vom Essequibo River bzw. rio Branco.

Am auffälligsten sind die Acestridium. Auch diese sind eher für erfahrende Aquarianer.

Der Exot dieser Unterfamilie ist Lampiella gibbosa aus dem relativ weit abgelegenen rio Ribeira de Iguape-Einzug. Es ist der einzige Vertreter dieser Gattung.

Den Otocinclus ist ein eigener Artikel gewidmet.

Zu den Otothyrinae gehören die Parotocinclus, zu denen Ingo auch einen eigenen Artikel geschrieben hat.
Den Parotocinclus sehr ähnlich sind die Curculionichthys. Die bekanntest Art von diesen ist Curculionichthys sabaji aus dem rio Xingu-Einzug. Diese anspruchsvollen Fische sollen zuletzt häufiger importiert worden sein. Ihre Ansprüche sollen ähnlich denen von Baryancistrus xanthellus

Eine weitere dazugehörige Gattung ist Otothyropsis mit dem wohl bekanntesten Vertreter, dem kleinen braunen Oto Otothyropsis piribebuy. Sie gehört mit zu den am einfachsten zu pflegenden und zu vermehrenden Arten.

Viele Arten aus dieser Unterfamilie stammen aus dem südichen Südamerika, in dem die Wassertemperaturen jahreszeitbedingt durchaus bis nahe 0 Grad absinken können. Die warme Haltung in unseren Aquarien ist für sie problematisch. So wie Ingo schreibt, wurden in letzter Zeit von diesen Otothyris lophophanes, Schizolecis guntheri und Hisonotus notatus wieder eingeführt.
Besonders auffällig sind die grünen Hisonotus aky und Hisonotus charrua.

Ingo Seidel „Die Parotocinclus-Arten – Eine sehr variable Gruppe“

Typusart ist Parotocinclus maculicauda.

Bekannt ist den meisten hier sicherlich Parotocinclus jumbo (LDA 25)
Besonders Parotocinclus haroldoi mit weißen Tüpfeln auf schwarzen Grund sticht ins Auge. Andere in der Aquaristik bekannte Arten sind Parotocinclus jimi, Parotocinclus cristatus und Parotocinclus cesarpintoi.

In der Parotocinclus longirostris-Gruppe finden wir die kleineren Parotocinclus. Sie alle gelten als schwierig zu pflegende Arten. Dazu gehören Parotocinclus eppleyi, Parotocinclus sp. „Rio Purus“, Parotocinclus sp. „Peru“, Parotocinclus collinsae und Parotocinclus britskii.

Ingo Seidel „Die Ohrgitterwelse der Gattung Otocinclus“

Ingo weist darauf hin, dass es das ganze Jahr über sehr ähnliche Otocinclus im Handel als Otocinclus affins gibt, die je nach Jahreszeit aus verschiedenen Regionen eingeführt werden. Dabei handelt es sich trotz des gleichen Handelsnamens um diverse unterschiedliche Arten. Der echte Otocinclus affins wird dagegen nur sehr selten importiert.

Bekannt sind in der Aquaristik auch Otocinclus flexilis, Otocinclus mimulus (dem Doppelgänger zu Corydoras diphyes) und Otocinclus arnoldi. Diese Arten stammen aus dem südlichen Südamerika und haben daher beesondere Temperaturansprüche.
Zu den tropischen Otocinclus zählen: Otocinclus mangaba, Otocinclus hoppei, Otocinclus vestitus, Otocinclus mariae, der häufig importierte Otocinclus huaorani und den am weitesten verbreiteten Otocinclus vittatus (LDA 23) (wobei es sich wohl auch wieder um mehrere verschiedene sehr ähnliche Arten handelt).

Besonderes Highlight sind hier sicherlich die Zebra-Otocinclus Otocinclus cocama.

So wie Ingo schreibt, sollten Otocinclus ein Aquarium mit feinen Pflanzenstengeln und filigranem. Holz bekommen.
Da Otocinclus Darmatmer sind kommen sie auch mit weniger Sauerstoff aus.

Ingo Seidel „Riesige Ohrgittersaugwelse „Hypoptopoma gulare“

Ingo geht kurz auf die Riesen-Ohrgitterwelse Hypoptopoma ein. Im Mittelpunkt steht Hypoptopoma gulare.
Auch Hypoptopoma sind Darmatmer.

Oliver Lucanus „Iriri trift Xingu – mit außerirdischer Flussbettkulisse“

Oliver Lucanus – der Meister der Unterwasserfotografie – berichtet von der Mündung des rio Iriri in den rio Xingu. Einer der häufigsten Bewohner ist hier natürlich auch Baryancistrus xanthellus.

Steffen Rothe „Ernährung in der Aquaristik (1)“

Steffen Rothe geht auf die Ernährung der Fische im Aquarium ein. Als welsige Beispiele nennter er Ancistrus sp. „L 144“ (womit wohl Ancistrus sp. „Gelb-Schwarzauge“ gemeint ist) und Otocinlcus.

Viel Spaß beim Lesen des Aquaristik Fachmagazins

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