Amazonas November / Dezember 2021 – „Wels-Presseschau“

Hallo liebe Welsfreunde,

ich möchte Euch vier Artikel aus der Amazonas November/Dezember 2021 vorstellen:

Norman Behr und Anja Katzschmann „Astroblepus – faszinierende Sterngucker“

Norman und Anja geben einen Überblick über die Gattung Astroblepus:
Dabei beginnen sie mit der Erstellung der Gattung durch Alexander von Humboldt, 1805 mit der Typusart Astroblepus grixalvii. Sie gehen auf die Besonderheiten gegenüber den Harnischwelsen ein. Insbesondere weisen sie auf eine zusätzliche Öffnung der Kiemenkammer hin, die es den Fischen erlaubt auch weiter zu atmen, während sie sich irgendwo festgesaugt haben.

Bezüglich der Habitate berichten sie, dass die Tiere überwiegend auch den höheren Lagen der Anden stammen und dort endemisch sind. Bekannt sind auch Astroblepus, die in Höhlen vorkommen: zum Beispiel Astroblepus pholeter. Die am nördlichsten vorkommende Art ist Astroblepus mendezi.

Nach Erkenntnissen aus Ochoa et.al. „pecies delimitation reveals an underestimated diversity of Andean catfishes of the family Astroblepidae (Teleostei: Siluriformes)“ auf Basis von DNA-Sequenzierung geht man derzeit von zwei Artengruppen aus, die sich auch geografisch widerspiegeln: eine Nordanden-Klade um Astroblepus grixalvii – von Kolumbien über Ecuador bis Nordperu und eine Zentralanden-Klade von Tieren aus dem südlichen Peru.

Drüber hinaus berichten beide von ihren Astroblepusfängen im obereren río Ucayali-Einzug in Peru: Astroplebus mancoi und Astroblepus cf. huallagaensis

Anja Katzschmann und Norman Behr „Kaum bekannt und schon gefährdet – zum Bedrohungsstatus von Astroblepus“

Anja und Norman haben sich die Gefärdungssituation der Astroblepus angesehen. Entsprechend den IUNC-Kriterien sind „nur“ ca. 14% Atroblepus gefährdet / vom Aussterben bedroht. Weitere ca. 10% der Astrobelpus gelten als potentiell gefährdet. Das hört sich erst einmal nicht nach so sehr viel an. Allerdings fehlen bei etwa der Hälfte der Arten Daten, um das beurteilen zu können.

Gefahren sehen sie zum Beispiel für Astroblepus formosus und Astroblepus ubidiai durch

  • die Wasserverschmutzung durch Landwirtschaft und Haushalte,
  • invasive Arten – u.a. die in den Anden inzwischen weit verbreitete Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss),
  • die Verwendung der Astroblepus als Köderfische zum Fang großer Speisefische,
  • den Bau von Staudämmen – insbesondere im río Ucayali- und río Marañon-Einzug
  • den Klimawandel

Norman Behr und Anja Katzschmann „Klettern – Anpassung an extreme Lebensräume“

In diesem Artikel beschreiben Norman und Anja, wie Fische klettern können.

Das zusätzliche Ventil an den Kiemen wurde schon oben erwähnt. Damit können sie gegenüber den Harnischwelsen noch einen stärkeren Ansaugdruck für ihr Maul erzielen.
Hinzu kommt bei Astroblepus ein ausgesprochen beweglicher Bauchgürtel, vor und nach dem kräftige Muskeln ausgebildet sind. So besitzen sie einen weiteren Ansaugpunkt und können sich Stück für Stück nach oben arbeiten.

Sie erwähnen, dass es zumindest ähnlich veranlagte Harnischwelse gibt, z.B. die Cordylancistrus.
[Bekannt ist aber auch ein Video von Chaetostoma microps: Video bei YouTube]

Rudolf Suttner „Standorte bekannter Aquarienpflanzen – besucht im Amazonastiefland Ecuadors“

Rudolf Suttner war im Amazonastiefland von Ecuador unterwegs. Aus dieser Region stammen diverse Aquarienpflanzen wie zum Beispiel: Echinodorus grisebachii, Echinodorus horizontalis, Nymphea glandulifera und Eichhornia azurea.
Zwischen den Pflanzen konnte er unter anderem hunderte Corydoras napoenesis beobachten.

Viel Spaß beim Lesen der Amazonas

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