Rund um Manaus

Encontro das Aguas

Wenn man bei Manaus mit dem Schiff unterwegs ist, gehört ein Abstecher zum Encontro das Aguas (brauner Stern), dem Zusammenfluss vom Rio Solimões/Amazonas mit dem Rio Negro zum Standardprogramm (Encontro das Aguas – Juli 2011, Encontro das Aguas – Januar 2017). Von unserem Liegplatz zu Nacht, nahe dem Restaurante Valdecy am Parque Janauary, ging es direkt zum Treffen der Wasser.

Manaus – Fischmarkt

Von Encontro das Aguas fuhr unser Schiff direkt zum Fischmarkt. Wir waren zwar schon oft in Manaus, aber nie vorher legte unser Schiff in der Nähe des Hafens bzw. der Markthallen an.

Der Besuch des Fischmarktes (violetter Fisch) war für uns wieder von besonderem Interesse. Gab es das gleiche Angebot, wie ca. 6 Monate zuvor? (Besuch des Fischmarktes von Manaus im Februar 2017)

Das Angebot war sehr ähnlich. Es gab aber auch ein paar Arten, die wir 6 Monate vorher dort nicht gesehen hatten.

Durch Manaus

Das nächste (offizielle) Ziel war das Teatro Amazonas.
Für uns war es mehr eine Stadtbesichtigung (violette Linie), das Teatro wollten wir uns an diesem Tag nicht noch ein (drittes) Mal ansehen.

Während wir warteten bemerkten wir plötzlich 2 Polizisten, die offensichtlich ein gewisses Interesse an uns hatten. So ganz wohl hatte ich mich nicht gefühlt – nach zig Stadtbesuchen in Brasilien hatten wir aus Sicherheitsgründen unsere Pässe schon lange nicht mehr mitgenommen. Wir wurden ja nie danach gefragt. Und nun Polizisten, die offensichtlich auf uns aufmerksam geworden waren?!

Anscheinend waren sie wohl auch etwas schüchtern – bevor sie uns direkt ansprachen, vergangen sicherlich mehr als 15 Minuten. Es stellte sich heraus, dass es die Touristen-Polizei von Manaus war. Offensichtlich haben sie die Aufgabe gut auf Touris aufzupassen, diesen eine Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Der Polizist konnte Französisch und Englisch und die Polizistin Japanisch und etwas Englisch. So gab es doch ein nettes kleines Gespräch zwischen den Polizisten und uns.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Kathedrale Catedral Nossa Senhora da Conceição.

Als wir wieder in Hafennähe waren, machten uns entgegenkommende Einheimische darauf aufmerksam, dass wohl eine Gang Straßendiebe dort unterwegs sei und wir insbesondere unsere Fotoapparate usw. gut aufpassen sollen. Aber nichts passiert, vielleicht weil uns anzusehen war, dass wir auf irgendwelche „Aktionen“ vorbereitet waren.

Bei den Indianern

Am Nachmittag ging es den Rio Negro stromaufwärts. Unterwegs machten wir an einem Indianerdorf halt (rotes Zelt).

Diese Indianer sollen bereits vor ca. 20 Jahren von der kolumbianischen Grenze in die Region um Manaus gekommen sein und von verschiedenen Stämmen/Gruppen kommen: Tukano, Barré, Tusauca, Manigha, Tuyuca.

Die Indianer zeigten uns mehrere ihrer Tänze, die die Geschichte und Kultur ihres Volkes darstellen sollen.

Etwas schmunzeln musste ich, als der Häuptling erzählte, dass es üblich sei, sich eine Frau bei einem anderen Stamm zu suchen. Wenn die Eltern mit der Hochzeit nicht einverstanden waren, wurde das Mädchen in einer der folgenden Nächte geraubt. Wenn es dann das erste Kind hat, durfte es ihre Eltern erstmals wieder besuchen. Darauf wird von beiden Stämmen ein großes Fest gefeiert. Das ist wohl die friedliche Version.
Aus anderen Erzählungen weiß ich, dass die Stämme nach einem Mädchenraub durchaus auch auf Kriegspfad sind und sich die Mädchen zurück holen.

Bei den Tänzen hat man sich sehr viel Mühe gegeben. Insbesondere wirkte es authentischer als wir es in Peru erlebt hatten. (Bei den Indianern Peru 2014)

Nachtexkursion am Rio Cuieiras

Gegen Abend erreichten wir den Rio Cuieiras, einen linksseitigen Nebenfluss des Rio Negro. Hier nutzten wir noch einmal die Gelegenheit zu einer Nachtexkursion (gelbe Linie). Außer einer Kröte war aber nichts zu entdecken.

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