Aquaristik Fachmagazin Dezember 2009 / Januar 2010

Das neue Aquaristik Fachmagazin ist erschienen und ich möchte Euch auf drei für „Welsianer“ interessante Artikel aufmerksam machen.

Janne Ekström „Ein Fischzuchtprojekt in Brasilien – Torheit oder Traum“

Hin und wieder war von diesem Projekt schon etwas zu hören und eigentlich wollte er uns auch zu den L-Wels-Tagen darüber berichten. Leider war dieses dann nicht möglich. Er berichtet in dem Artikel darüber, wie er sich nach Brasilien aufgemacht und ein Projekt zur Nachzucht von Harnischwelsen und anderen Fischen ins Leben gerufen hat. Es geht um diverse Hürden aber auch um die ersten Erfolge, die sich inzwischen eingestellt haben. Von Interesse dürfte hier auch sein, dass er erwähnt, von seinem dortigen Mitarbeiter ein Bild eines jungen Baryancistrus sp. „L 18“ zugeschickt bekommen zu haben. Hier könnte es sich meines Wissens nach um eine Erstnachzucht handeln.

Ingo Seidel „Ein sehr außergewöhnlicher Schilderwels: Hypostomus luteus“

In seinem Artikel geht Ingo Seidel auf einen sehr schönen Schilderwels ein: Hypostomus luteus. Das größte Problem, diese Art bei uns zu halten, dürfte darin bestehen, insbesondere in den Sommermonaten im Aquarium eine angemessene Temperatur zu gewährleisten, mögen diese Tiere doch einen Temperaturbereich zwischen 18 und 24 °C. Ingo Seidel geht davon aus, dass gerade auf solche Welse, die bei Zimmertemperaturen gehalten werden können, auf Grund der steigenden Energiekosten eine neue Bedeutung zukommt.

Hypostomus luteus, einer der schönsten Harnischwelse Hypostomus luteus, einer der schönsten Harnischwelse

Prof. Dr. Stephan Tanner „Fische und Genetik – eine Herausforderung, die uns alle betrifft“

Im dritten Artikel geht es zwar nicht unbedingt um Welse. Für Welszüchter ist er trotzdem sehr interessant: „Fische und Genetik – eine Herausforderung, die uns alle betrifft“ von Prof. Dr. Stephan Tanner. Wer Tiere züchten und nicht nur vermehren möchte, muss sich mit der Genetik beschäftigen. Stephan geht in dem Artikel auf verschiedene Aspekte der Genetik ein:

  • Genetik in der Zucht
  • Genetik und Systematik
  • Transgene Fische und Hybriden
  • Freiheit der Genetik

Im Fazit heißt es:

„Setzen wir die Schwelle bei denjenigen Mutanten an, die sich nicht mehr richtig bewegen oder vermehren können, dann hat das auch praktischen Tierschutz zur Folge, weil es eben nachvollziehbar ist. … Und wenn halt einer Freude an seinem grünen Reisfisch hat, so lasst ihn doch! Nur richtig deklarieren sollte er sie, damit ein anderer frei entscheiden kann, ob er lieber Bonbonfische hat oder „the real deal“.
Quelle: Stephan Tanner, Aquaristik Fachmagazin Nr. 210 S. 53

Ich gehöre da wohl eher zu den konservativen Aquarianern. Insbesondere bei den Welsen ist es mir wichitg, dass diese nicht hybridisiert werden. Es gibt hinreichend viele Arten, dass man nicht unbedingt einen Hypancistrus mit Streifen und Punkten (z. B. Hypancistrus sp. „L136“ x Hypancistrus sp. „L66“ ) oder andere braucht. Wie seht ihr das?

Viel Spaß beim Lesen.

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