Amazonas Juli/August 2018 – “Wels-Presseschau”

Hallo liebe Welsfreunde,

ich möchte Euch heute auf zwei welsige Artikel in der aktuellen Ausgabe Amazonas aufmerksam machen. Beide Artikel sind in der Rubrik „Kurz vorgestellt“ erschienen:

Haakon Haagensen „Micracanthicus vandragti“

Haakon berichtet über die Geschichte von Micracanthicus vandragti: Die Vorstellung in der DATZ 2000/4, der Erstbeschreibung durch Lujan & Armbruster 2011, die etwas fragwürdig erscheinende Überstellung der Art in die Gattung Hypancistrus durch Lujan im Jahre 2016 und die ersten Importe nach Europa 2018.

Micracanthicus vandragti stammt vom Río Ventuari nahe dessen Mündung in den Orinoco. Aus diesem Bereich stammen auch diverse andere Harnischwelse. Da adulte Micracanthicus vandragti kaum größer als 5 cm werden, geht Haakon davon aus, dass die Art vorher dort nicht für die Aquaristik gefangen wurde, weil die Zierfischfänger diese bisher als juvenile Hypancistrus sp. „L 201“ oder juvenile Leporacanthicus cf. galaxias „L 240“ bzw. juvenile Leporacanthicus  sp. „L 241“ angesehen haben.

Micracanthicus vandragti konnte bereits vermehrt werden.

Haakon Haagensen „Hemiloricaria sp. ‚Puerto Ayacucho'“

Haakon schreibt, dass mit einer Lieferung aus Brasilien auch Hemiloricaria sp. „Puerto Ayacucho“ mit importiert wurden.  Damit würde sich das Verbreitungsgebiet der Art stark vergrößern. Da das mit der bisherigen Bezeichnung nicht verträgt, schlägt er vor, diese Art nun als Hemiloricaria sp. „Pfeffer“ zu bezeichnen. Im Welsatlas I bezeichneten Evers und Seidel die Art bereits mit dem deutschen Synonym Pfeffer-Hexenwels.

Ob es sich wirklich um die gleiche Art handelt? Ich bin mir da nicht so sicher, weil die Schwarzwasserflüsse in dieser Region durchaus eine wirksame Verbreitungsbarriere darstellen können.

Viel Spaß beim Lesen der Amazonas

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