Ecuador 2016

Baños – Basilika Virgen de Agua Santa

Ein zentraler Punkt in Baños ist die "Basilika Virgen de Agua Santa". Wie der Name schon sagt ist sie zu Ehren der Virgen de Agua Santa, die die Stadt Baños insbesondere vor Unheil durch den nahem Vulkan beschützt. Diese Kirche steht auch bei Feierlichkeiten der Virgen de Agua Santa im Mittelpunkt. Der Kirche angeschlossen ist eine alte Abtei, die heute ein Museum beheimatet. Die Ausstellungen lassen sich wohl in drei Teile gruppieren: den um die Kirche und der Virgen de Agua Santa, einem naturwissenschaftlichen und einem städtischen. Mein Besuch fand während strömenden Regens statt. Ich war doch sehr irritiert, dass bei dem Wetter Bauarbeiter von Bambushölzern (müssten ja wohl glitschig und glatt gewesen sein) an der Restaurierung des Kirche arbeiteten. [Zeige eine Slideshow]

Nach Ecuador

Zwei Jahre sind seit meinem letzten Bildungsurlaub "Spanisch" in Argentinien, 2014 vergangen. Es war Zeit für den nächsten. Dieses Mal sollte es für mich nach Ecuador gehen: 10 Tage Bildungsurlaub und eine zusätzliche reichliche Woche um mich im Land etwas um zusehen. Geplant waren dazu ein längerer Aufenthalt in Baños und Kurzaufenthalte in einer Urwald-Lodge am Río Napo-Einzug bei Tena, auf einer Finca nahe El Carmen (Küstenregion) und in Otavalo (Hochland). Eigentlich hatte ich erwartet, dass die Flugroute weitestgehend analog der nach Peru, 2014 entspricht, wir wieder Caracas, die venezuelanische Hauptstadt überfliegen. Dieses Mal verlieft die Flugstrecke weiter westlich, so dass wir das Südostufer des Lago Maracaibo überflogen. Gelegentliche Blicke auf die Landschaft mit schneebedeckten Andengipfeln (zum Beispiel dem Vulkan Cayambe (5.790 m), Flüssen und Ortschaften vermittelten ein interessantes Bild von der Gegend. Nach reichlich 9200 km, ca. 10,5 Stunden ab Madrid kam das Flugzeug in Quito, der ecuadorianischen Hauptstand an. [Zeige eine Slideshow]

Quito

Leichte Kopfschmerzen und ein leichter Schnupfen machten sich bei mir bemerkbar. In einer Höhe von ca. 2800 m muss man sich wohl erst einmal an die ungewohnten Luftverhältnisse anpassen. Am Tag nach der Ankunft wollte ich zunächst Quito, die ecuadorianische Hauptstadt kennen lernen. El Panecillo Zunächst ging es mit dem Auto auf den El Panecillo (in Deutsch "Das Brötchen"), einem Hügel in der Mitte von Quito. Dessen Spitze liegt noch weitere 200 m über Quito. Auf ihm befindet sich eine 45 m Hohe Madonna-Figur (Virgen de Quito) aus Aluminium. Am Fuß der Virgen befindet sich eine alte religöse Stätte der Ureinwohner. Von dem Hügel aus, hat man eine weite Aussicht nach Norden (u.a. auf das Zentrum von Quito) und nach Süden (z.B. zum Vulkan Cotopaxi). Von Quito selber ist nach Norden und Süden kein Ende zu erkennen: eine Ciudas sin fin. Stadtzentrum Vom Panecillo führte der Weg dann in das Stadtzentrum. Es wird durch viele prachtvolle Kirchen geprägt. Sonntags sind die alle bestens besucht. Die Messen sind gut besucht und finden in vielen Kirchen im 2-Stunden-Takt statt. Derzeit wird das Stadtbild etwas durch den Bau von U-Bahn-Stationen beeinträchtigt. [Zeige eine Slideshow]

Quito – Mitad del mundo

Ecuador hat seinen Namen auf Grund seiner Lage auf dem Äquator. Am Rande Quitos, in San Antonio befindet sich daher auch das Äquatormonument. Das Monument befindet sich heute in einem Ausflugsgelände. Eine Linie "durch" das Monument soll den Äquator markieren. Inzwischen, dank GPS hat sich herausgestellt, dass der tatsächliche Äquator ca. 240 Minuten weiter nördlich verläuft. Also wer am Monument "diesem Äquator" entlang balanciert, befindet sich tatsächlich 240 Meter weit auf der Südhalbkugel. Unweit des Äquatormonuments befindet sich das Museo de Sitio Intiñan. Neben alten Indianerhütten, Totems, usw. befindet sich hier die Markierungslinie für den tatsächlichen Äquator. Anhand verschiedener Experimente kann man sich von der Korrektheit des Äquators überzeugen. Nebenbei wird die schaurige Seite des Regenwaldes mit Riesenschlangen, Indianern, die Schrumpfköpfe kreieren, Candiru, die Menschen töten können ... dargestellt. Ich hätte es besser gefunden, den Regenwald von seinen schönen darzustellen, statt bloß Ängste zu schüren. [Zeige eine Slideshow]

Zwischen Quito und Baños

Wenn auch nicht sehr luxuriös, so sind die Überland-Busse in Ecuador ein sehr kostengünstiges Verkehrsmittel. Diese verkehren offensichtlich zwischen allen größeren Städten. Man muss nur auch etwas Zeit mitbringen. Unterwegs, an größeren Haltestellen, stürmen Scharren von Händlern in die Busse und versuchen diverse Lebensmittel an den Mann/die Frau zu bringen. Üblich sind Kartoffelchips unterschiedlicher Geschmacksrichtungen, Süßigkeiten, Obstsalate aus Mango, Papaya, Bananen, Melone und diverse Getränke. Aber selbst Pommes mit gebratenem Hühnchen war zu haben. Auf dem Weg zwischen Quito und Baños führt der Weg am wohl bedeutendsten Vulkan Ecuadors, dem Cotopaxi vorbei. [Zeige eine Slideshow]

Vulkan Tungurahua bei Baños

Das Leben in der Stadt Baños wird seit vielen Jahren durch den Vulkan Tungurahua geprägt. Der Tungurahua ist 5016m hoch. Er ist seit 1999 wieder aktiv. Die letzte Eruption war 2015. 1999 stellten amerikanische Seismologen eine erhöhte Aktivität des Vulkanes fest. Auf ihrer Empfehlung hin wurde die Stadt Baños evakuiert.   Viele Leute zogen weg. Die Touristen blieben aus. Die Geschäfte gingen kaputt. Die Häuser wurden zu Spottpreisen verkauft. Die zoologischen Gärten wurden geräumt, und aus der Not heraus, nicht alle Tiere unterbringen zu können, viele auch getötet. Die Stadt soll dann fast eine Geisterstadt gewesen sein. Nachdem mehrere Monate nichts passierte, kehrten die Bewohner in das noch gesperrte Gebiet zurück. Trotz der Ausbrüche des Tungurahua blieb die Stadt weitestgehend verschont. Dafür gibt es zwei Gründe: der Krater des Tungurahua zeigt von der Stadt weg zwischen dem Tungurahua und der Stadt befindet sich ein "kleiner" Bergrücken, der fließende Lava an der Stadt vorbei leitet Die Einwohner haben sich an den Vulkan gewöhnt. Auch wenn er vor sich hin grummelt, das Leben in der Stadt prägt, kein Einheimischer nimmt den Vulkan noch wirklich ernst. Casa del Árbol Auf dem Bergrücken zwischen dem Tungurahua und Baños befindet sich auf ca. 2620m eine kleine Hütte, das Casa de Àrbol. (Baumhaus). Früher hat man von hier aus den Vulkan beobachtet und die Menschen im Ort gewarnt. Heute geschieht dieses auf technischem Weg. Das Casa de Árbol ist heute ein beliebter Ausflugsort - zur Betrachtung des Vulkans, zum Genießen der Aussicht oder einfach auch nur [...]

Baños de Agua Santa

Baños (vollständig: Baños de Agua Santa) liegt auf einer Höhe von 1820 m und hat derzeit knapp 20.000 Einwohner. Die Evakuierungsphase ist überstanden. Die Leute sind zurückgekehrt. Der Ort ist eine, wenn nicht sogar die wichtigste Touristenhochburg Ecuadors. Ebenso ist es ein Wallfahrtsort. Die Grundstückspreise sollen heute über denen der Hauptstadt Quito liegen. Ein Blick in das Fenster eines Maklers zeigte mir, dass die Preise für Gebäude - wenn auch schwer vergleichbar - etwa denen einer guten deutschen Kleinstadt entsprechen. Das Leben in Baños ist durch den Vulkan Tungurahua geprägt. Es gibt nur wenige Stellen in der Stadt, von denen aus man den Vulkan sehen kann. Eine wesentliche "Figur" von Baños ist die "Virgen de Agua Santa". Die Sage berichtet, dass nach einem Vulkanausbruch die Lava auf Baños zugeflossen sein soll. Die heilige Jungfrau soll daraufhin erschienen sein und der Lava ihre Hand entgegen gehalten haben: "bis hier und nicht weiter". Dadurch soll die Stadt erhalten worden sein. Alljährlich findet zu Ehren der Jungfrau daher auch ein mehrtägiges Fest statt. Die Stadt ist durch viele Andenken- und Süßwarenstände, so wie auch Heilbäder geprägt. Am Rande der Stadt fließt der Río Pastaza durch einen schmalen, tiefen Klamm. Interessant ist auch das Klima in Baños. Der Ort ist das Tor zwischen Anden-Hochland und Regenwald. Je nachdem wie das Tor offen ist: entweder es ist ziemlich kalt oder ziemlich warm. Ein "Dazwischen" gibt es kaum. [Zeige eine Slideshow]

Baños – Zooparks

Im Westen von Baños befinden sich zwei Zooparks: das Acuario Serpentario San Martin und Zoologico San Martin. Die beiden Parks teilen sie eine Felsen oberhalb des Río Pastaza. Dementsprechend eng ist dort zum Teil. Die Vielzahl der gezeigten Tiere ist beeindruckend. Insbesondere die vielen unterschiedlichen Affenarten geben einen Eindruck von der südamerikanischen Natur. Oft wurde (höchstwahrscheinlich wegen der Enge) auf sehr enge Gitter bzw. Gitternetze zurückgegriffen, so dass einigermaßen vernünftiges Fotografieren selten möglich ist. [Zeige eine Slideshow]

Baños – Parque Provincial de la Familia

Im Osten von Baños, den Río Pastaza talwärts befindet sich das Wasserkraftwerk "Represa de Agoyán". Beim Bau dieses Wasserkraftwerkes erhielt die Betreiberfirma die Auflage als Ausgleich für den Ort einen Park anzulegen und zu erhalten. Dieses ist der Parque Provincial de la Familia.   Zunächst hörte sich das für mich etwas "gefährlich" nach Vergnügungspark an. Es handelt sich hier jedoch um einen Landschaftspark in dem man auch die heimische Landwirtschaft vorstellt. So werden auf den verschiedenen Pfaden Nutzpflanzen und Haustiere vorgestellt. Mehrere Teiche zeigen Nutzfische (z. B. Forellen und Tilapia). So sollen dort auch die "Ur-Forellen" zu finden sein, die man einst importiert hat und von denen alle weiteren Forellen der Region abstammen sollen. [Zeige eine Slideshow]

Baños – Ruta de las Cascadas

An einem Nachmittag fuhr mein Lehrer mit mir entlang der Ruta de las cascadas. Leider war das Wetter etwas mies, aber Alternativtermine hatten wir nicht. Das Tal des Río Pastaza ist sehr beeindruckend. Von beiden Seiten fließen dem Río Pastaza Flüsse unterschiedlicher Größe zu, die sich zumeist in einem Wasserfall zum Río Pastaza stürzen. Über das Tal führen immer wieder kleine Seilbahnen der Anwohner. Es gibt auch ein paar Touristenpunkte, von denen aus man sich an einen Metallschlitten geschnallt entlang eines Drahtseils über den Fluss "fliegen" lassen kann. Der bekanntest Wasserfall dort ist der "Pailón del Diablo" (Teufelskessel). Hier stürzt der Río Verde zum Río Pastaza. Bei Wikipedia wird zwar von einem Teufelskopf in dessen Mitte berichtet - allerdings, die Einheimischen wissen von diesem Kopf nichts. Ich konnte ihn auch nicht entdecken. Fische waren auf der Tour leider keine zu entdecken. [Zeige eine Slideshow]