Baños de Agua Santa

Baños (vollständig: Baños de Agua Santa) liegt auf einer Höhe von 1820 m und hat derzeit knapp 20.000 Einwohner. Die Evakuierungsphase ist überstanden. Die Leute sind zurückgekehrt. Der Ort ist eine, wenn nicht sogar die wichtigste Touristenhochburg Ecuadors. Ebenso ist es ein Wallfahrtsort.

Die Grundstückspreise sollen heute über denen der Hauptstadt Quito liegen. Ein Blick in das Fenster eines Maklers zeigte mir, dass die Preise für Gebäude – wenn auch schwer vergleichbar – etwa denen einer guten deutschen Kleinstadt entsprechen.

Das Leben in Baños ist durch den Vulkan Tungurahua geprägt. Es gibt nur wenige Stellen in der Stadt, von denen aus man den Vulkan sehen kann.

Eine wesentliche „Figur“ von Baños ist die „Virgen de Agua Santa“. Die Sage berichtet, dass nach einem Vulkanausbruch die Lava auf Baños zugeflossen sein soll. Die heilige Jungfrau soll daraufhin erschienen sein und der Lava ihre Hand entgegen gehalten haben: „bis hier und nicht weiter“. Dadurch soll die Stadt erhalten worden sein. Alljährlich findet zu Ehren der Jungfrau daher auch ein mehrtägiges Fest statt.

Die Stadt ist durch viele Andenken- und Süßwarenstände, so wie auch Heilbäder geprägt. Am Rande der Stadt fließt der Río Pastaza durch einen schmalen, tiefen Klamm.

Interessant ist auch das Klima in Baños. Der Ort ist das Tor zwischen Anden-Hochland und Regenwald. Je nachdem wie das Tor offen ist: entweder es ist ziemlich kalt oder ziemlich warm. Ein „Dazwischen“ gibt es kaum.

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