Tonantins und nahe der Ihla das Penelas

Río Tonantins

Über Nacht hatten wir den Río Tonantins erreicht. Bis zur Exkursion war noch etwas Zeit.
Ich bastelte mir meine mitgebrachte kleine Wurfangel zusammen und versuchte etwas zu fangen. Wenig später stand noch ein Crew-Mitglied neben mir … die Idee war wohl nicht so schlecht. Nach 15 Minuten hatte immer noch nichts angebissen.
Anscheinend hatte der Kapitän unseres Schiffes das gesehen und mit uns Mitleid … 5 Minuten später saßen wir zu viert im Boot und die Crew-Mitglieder zeigten uns noch einmal die Anwendung des Wurfnetzes. Ein paar Fische konnten wir auch aus dem Netz nehmen: Potamorhina latior, Nemadoras elongatus?, Mylossoma sp.

Es dauerte nicht lange bis ganz eilig ein anderes Crew-Mitglied mit einem Beiboot zum Schiff zurück kam: alles einsteigen und wir haben uns mit unserem „Fischerei-Boot“ gleich angeschlossen, nicht wissend um was es ging. Wenige hundert Meter stromabwärts war ein Dreifinger-Faultier (Bradypus sp.) malerisch in einem Baum platziert. Es machte gerade Frühsport.

Wasserwerte Río Tonantins (braunes Thermometer)
am 01.02.2017 08:00 Uhr
GPS: 2.8811° S; 67.790999° W
pH: 6,15
Leitfähigkeit: 56 µS/cm
Wassertemperatur: 27,0 °C

Wasserwerte Varzeá bei Tonantins (violettes Thermometer)
am 01.02.2017 08:45 Uhr
GPS: 2.894245° S; 67.799432° W
Leitfähigkeit: 78 µS/cm
Wassertemperatur: 27,9 °C

Wasserwerte Varzeá bei Ihla das Penelas  (gelbes Thermometer)
am 01.02.2017 14:15 Uhr
GPS: 2.96701° S; 67.863468° W
pH: 6,7
Wassertemperatur: 28,4 °C

 

Exkursion in den Igapó bei Tonantins

Nach Rückkehr von dem Faultier-Ausflug bereiteten wir uns auf die reguläre Exkursion vor. Mit den Beibooten ging es einen schmalen Wasserweg zwischen den Bäumen entlang. Eine Pärchen(?) Strohspechte (Celeus flavus) begleitete uns. Darüber hinaus gab es einige seltene Pflanzen zu sehen, zum Beispiel Passiflora coccinea und Gustavia sp.

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Tonantins

Tonantins soll eine alte Stadt sein. Sie liegt an einem malerischen Schwarzwassersee. Wir nutzten die Zeit zu einem Spaziergang durch den Ort und besuchten dort eine Werft.
Gegen Mittag mussten wir wieder an Bord zur Weiterfahrt sein.

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Exkursion nahe Ihla das Penelas

Nahe der Ihla das Penelas sollte die nächste Expedition stattfinden. Die Wolken deuteten schon darauf hin, dass es wohl wieder etwas feucht von oben wird. Wir waren kaum 10 Minuten vom Schiff entfernt, setzte der Regen ein. Wir schauten uns zwar noch kurz in dem überfluteten Wald um, mussten jedoch – da der Regen immer stärker wurde – recht bald umkehren.

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