Río Jatunyaku

Von Tena führte unser Weg zu einer Lodge (oranger Marker), die sich direkt am Río Jatunyaku befindet und von einer indigenen Familie bewirtschaftet wird. Die weiteste Strecke legten wir mit dem Auto zurück, dann folgen noch ca. 20 Minuten Fußweg durch den Regenwald. Glücklicher Weise spielte das Wetter mit. Der Pfad durch den Dschungel mit Gepäck wäre sonst wohl ein Alptraum geworden.

Der Río Jatunyaku ist der zweite, der größere Quellfluss des Río Napo.

Wasserwerte Río Jatunyaku, 13:30 Uhr:
pH 7,69
Wassertemperatur: 26,2 °C
Leitfähigkeit: 99 µS/cm

Mit meinem Reiseveranstalter hatte ich vorher diskutiert, ggf. noch ein, zwei Tage länger am Río Jatunyaku zu bleiben, um hinreichend viel Zeit zu haben, Fische zu sehen – tags und nachts andere Arten – und möglichst auch zu fangen. Die Enttäuschung war erheblich, weder tags noch nachts konnte ich im Fluss auch nur einen Fisch entdecken. Auch ein temporär aufgetauchter Rabengeier hat es an dem Fluss nicht lange gehalten. Meine These: „wo es keine Wasservögel gibt, gibt es auch keine Fische“ schien sich mal wieder zu bewahrheiten.

Am Fluss entdeckte ich mehrfach Goldgräber. Vielleicht ist das die Ursache für den Fischmangel.

Um mein „Fischinteresse“ zu stillen, zeigte die Familie mir die Fischzucht ihrer Tochter: Tilapias. Das war sicherlich sehr lieb gemeint.
Also habe ich mich hauptsächlich mit Insekten als Fotoobjekte zufrieden geben müssen. Als abends die junge Frau kam, und uns das Mittagessen für den nächsten Tag zeigte: Aga-Kröten, dachte ich wie gut, dass ich vorher abreise.
Im Nachhinein bin ich froh, dass der Aufenthalt dort am Río Jatunyaku doch nicht länger war.

Interessant war aber auch etwas über das Leben der indigenen Gemeinde zu erfahren. So zum Beispiel wie es dort in der Schule aussieht oder auch, wie die Tochter mir erzählte, dass relativ viele junge Frauen bei der Geburt ihrer Kinder sterben, weil sie Angst haben ein Krankenhaus für die Entbindung aufzusuchen.


 

 

 

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29.01.2022
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