Nach Vallemi

Filadelfia

Uns erwartete wieder eine lange Fahrt. So brachen wir relativ zeitig auf. Über Nacht hatte es kräftig geregnet. Die dunklen Wolken waren noch über uns. Die Wege waren extrem schlammig. Im düsteren entdeckten wir einen knallroten Punkt. Beim Näherkommen konnten wir den Weißbrauenstärling (Sturnella superciliaris) beobachten.

Unser erster Stopp war noch in Filadelfia um den Parque de la Memoria (Park der Erinnerung) anzusehen. Er behandelt die Auswanderung der Mennoniten aus Russland (Wolga-Gebiet) via Lettland, die dann die Kolonie Fernheim gründeten.

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Via Concepción

Von Filadelfia sollte es nach Vallemi gehen. Eine Strecke von ca. 500 km über mehr oder weniger gute Straßen. Wir deckten uns mit Verpflegung ein, um dann an ein ein Picknick zu machen.

Unsere erste Pause machten wir ziemlich in der Mitte zwischen Pozo Colorado und Concepción. Die Wiese dort war noch leicht überschwemmt. Das Wasser kam höchstwahrscheinlich vom río Siete Puntas. Für uns war es eine Gelegenheit nach Fischen zwischen den Grünpflanzen zu sehen. Dabei konnten wir Serrapinnus notomelasApistogramma borelliiPterolebias longipinnis und einen juvenilen Hoplias sp. entdecken.

Wenige Kilometer vor Concepción war ein weiterer Halt. Ein paar Angler standen am Ufer des río/ríacho Negro. Wir versuchten auch unser Glück: Hoplerythrinus unitaeniatusPterolebias longipinnis und höchstwahrscheinlich ein juveniler Corydoras undulatus.

Bis Vallemi

Bei Concepción führte eine große Brücke über den río Paraguay. Von dieser aus sahen wir das neue Werk und den Hafen für Soja.

Nach Concepción schauten wir uns den río Aquidaban an. Der Fluss war etwa zwei Meter unter uns. Wir versuchten es mit Angeln. Leider hatten wir keinen Erfolg. Ein Angler nahe bei uns hatte zumindest einen Rhinodoras dorbignyi gefangen.

Die nächste Station war der río Tagatiya. In unserem Kescher fanden wir Moenkhausia sp. aff. intermedia und zwischen den Steinen im Fluss schlängelte sich ein Sumpfaal (Synbranchus sp.).

Eine letzte Pause legten wir am río Tagatiyami (dem „kleinen Tagatiya“) ein. Wir fingen dort Bryconamericus sp. und Moenkhausia sp. aff. intermedia

Nach dem Dunkelwerden erreichten wir endlich Vallemi.