Amazonas September/Oktober 2009 – „Wels-Presseschau“

Seit ein paar Tagen liegt die neue Amazonas zuhause. Auf drei Artikel für Welsfreaks möchte ich Euch aufmerksam machen:

Mike Sabaj Perez „PIPE-Expedition in die Serra do Cachimbo“

Die Expedition führte u. a. an den Rio Curúa und den Rio Jamanxim. Insgesamt wurden mehr als 250 Fischarten gefangen. Darunter auch viele Welse. Zum Beispiel:

  1. Baryancistrus sp.
  2. Hopliancistrus tricornis (L 212/LDA 15)
  3. Hypostomus/Cochliodon cf. cochliodon
  4. Loricaria sp.
  5. Oligancistrus punctatissimus
  6. Panaque sp. aff. nigrolineatus
  7. Scobinancistrus cf. pariolispos
  8. Corydoras sp. „Bonita“

Interessant sind natürlich auch die Beschreibung der Syntope.

Christina-Johanne Schröder „Corydoras sp. C 126“

Christina-Johanne Schröder stellt den Corydoras sp. „C 126“ vor. Es handelt sich um einen Corydoras der elegans-Gruppe aus dem Rio Madre de Dios (Peru). Die Autorin gibt ein kurzes Portrait der Art und geht auch auf die Nachzucht dieser Art ein.

Michael Goulding „Die Zukunft der amazonischen Fischfauna“

Wenn auch nicht gerade ein „Wels-Artikel“, so fand ich den Artikel von Michael Goulding „Die Zukunft der amazonischen Fischfauna“. Der Autor setzt sich mit verschiedenen amazonischen Umweltproblemen

  • Straßenbau
  • Landwirtschaft
  • Holzeinschlag
  • Wasserkraft und
  • Bodenschätze

auseinander und gibt auch eine Prognosse für die ökologische Entwicklung Amazonienss.

Und so kommt man unweigerlich zum Vorwort von Hans-Georg Evers zurück:

„Die brasilianische Regierung plant Großartiges für die Fußballweltmeisterschaft 2014. Eine Brücke über den Rio Negro bei Manaus zum Beispiel. Braucht kein Mensch, sieht aber toll aus. Und die bösen Biopiraten, die illegal Fische sammeln, geben prima Sündenböcke und Vorzeigeobjekte ab.“
(Hans-Georg Evers, Amazonas Sep./Okt. 2009, S. 2)

Wir müssen also wohl davon ausgehen, dass die Exportsituation von Zierfischen in Brasilien sich eher noch verschärfen als verbessern wird.