Amazonas März / April 2010 – „Wels-Presseschau“

Aller Guter Dinge sind drei – die neue Amazonas nun auch noch.

Marcel Lüthi „Erfolgreiche Vermehrung: Hypancistrus sp. L411“

Marcel Lüthi aus der Schweiz schreibt über die „Erfolgreiche Vermehrung: Hypancistrus sp. L 411″. Besonders bemerkenswert finde ich, dass die Vermehrung in einem Gesellschaftsbecken, in dem sogar Skalare beheimatet sind, gelungen ist.

Hypancistrus sp. L411
Hypancistrus sp. „L 411“

Hypancistrus sp. „L 411“ gehört zu den L-Welsen, die auf Grund der brasilianischen Positivliste nicht mehr exportiert werden dürfen. Die Arbeitsgruppe AG L-Welse der IG BSSW hat diese Art zur Zeit als gefährdet eingestuft. Die gelungene Nachzucht durch Marcel Lüthi stellt damit einen wichtigen Beitrag zur aquaristischen Arterhaltung dar.

Am Anfang des Berichtes geht der Autor auf die sehr ähnliche Art Hypancistrus sp. „L 260“ ein. Auch der Export dieser Art aus Brasilien ist derzeit nicht legal möglich. Auch diese Art wurde daher in das Programm der AG L-Welse aufgenommen. Sie wird derzeit auf Grund der Bestandsmeldungen in der Kategorie „unter Beobachtung“ geführt.
Da eine gewisse Zeit Hypancistrus sp. „L411“ als Hypancistrus sp. „L260“, teilweise auch gemischte Gruppen angeboten/verkauft wurden, so ist es bei den beiden Arten wichtig, seine Tiere kritisch zu betrachten, um sie der richtigen Art zuzuordnen und ggf. Hybriden nicht weiter zu verbreiten.
Hier findet ihr einen Bericht zur Haltung und Vermehrung von Hypancistrus sp. „L 411“.

Hans-Georg Evers „Harnischwelssplitter“

Hans-Georg Evers berichtet in „Harnischwelssplitter“ über die aktuelle Situation in Brasilien.
Bereits auf den L-Wels-Tagen im November berichtet Lucia Rapp Py-Daniel über die Exkursionen der IBAMA ins Loricariiden-Paradies Rio Xingú. Anhand des gesammelten Materials können verschiedene Arten beschrieben werden, das deren Aufnahme auf die Positivliste erleichtern könnte. Auch macht das Zuchtprojekt von Janne Ekström Fortschritte.
Einzelne „verbotene“, aber auch einst als selten geltende Harnischwelse finden immer noch den Weg nach Europa.
Dieses sind aber alles nur kleine Lichtblicke, so dass wir nach wie vor gut beraten sind, uns um die Arterhaltung bestimmter Harnischwelse zu kümmern.

Olaf Deters „Zwergbuntbarsche vom Feinsten – die Zierfischzucht Wilhelm“

In „Zwergbuntbarsche vom Feinsten – die Zierfischzucht Wilhelm“ von Olaf Deters wird berichtet, dass bei Wilhelms in Kamsdorf neben den Zwergbuntbarschen auch Harnisch- und Panzerwelse im Zuchtprogramm sind. Highlights sind hier u. a. Ancistomus sp. „L 387“, Zonancistrus brachyurus (L 168 ) und Corydoras condiszipulus. Von Interesse sind natürlich auch die kleinen Zuchthinweise.

Ancistomus sp. L387
Ancistomus sp. „L 387“

Hans-Georg Evers „Corydoras sp.“

In einem weiteren Artikel berichtet Hans-Georg Evers über den Export neuer „Corydoras sp.“ aus dem Rio Jutai durch die Fa. Glaser. Diese Art hat inzwischen die Codenummer CW045 erhalten.

Hans-Georg Evers „Corydoras ortegai“

Auch der fünfte Artikel, auf den ich euch aufmerksam machen möchte stammt von Hans-Georg Evers: „Corydoras ortegai„. Diese Art wurde erstmals lebend eingeführt und dürfte mit ca. 35 mm zu den kleinsten Panzerwelsen zählen.

Bei den vielen Informationen konnte ich hier nur einen sehr, sehr kleinen Überblick geben.
Das Heft ist für Welsfreunde sehr informativ.

Viel Spaß beim Lesen

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