17 Zum Río Paru

Die Wegstrecke an diesem Tag war relativ kurz. (hellblaue Strecke)

Am frühen Nachmittag kamen Einheimische zum Fischen.

Das Fangen ging bei denen relativ flott. Für unser Verständnis war es aber wohl auch sehr barbarisch.
An den langen Stöcken war jeweils ein Widerhaken montiert.
Mit den Stöcken sind sie dann in die schmalen Felsspalten und haben durch gezieltes Zurückziehen des Stockes den Widerhaken in den Fisch gerammt – egal wohin. Zumindest haben sie die Fische dann gleich am Boot getötet.


Venezuela 2012 – 05 auf einer größeren Karte anzeigen

Im Dunkeln lassen sich schlecht Bilder machen. Insofern mal ein kleiner Erinnerungsbericht vom Abend.

Nach dem Dunkelwerden entschloss ich mich schnorcheln zu gehen. An den Felsen nahe unseres Lagers war noch nichts los. Ich machte mich also auf in Ufernähe, zwischen den Felsen stromabwärts zu schwimmen. Nach ca. 50 m grinsten mich aus noch sicherer(?) Entfernung im Taschenlampenlicht zwei rote Augen, knapp über der Wasseroberfläche an.

So ein mächtiges Interesse direkte Bekanntschaft zu schließen mit dem Gegenüber verspürte ich nicht und bog lieber in Richtung der Felsen in Flussmitte ab. An einer Kante konnte ich in der Strömung dann mehrere Squaliforma emarginata (L 153) und Peckolita / Ancistomus beobachten. Auf Grund der Strömung war an Fangen leider nicht zu denken.
Nach einer Weile entschloss ich mich zum Lager (stromaufwärts) zurückzuschwimmen: ein Schwimmzug vorwärts und zehn durch die Strömung zurück.

Die Alternative war dann nur über die Felsen zu klettern.

An den Felsen in Lagernähe hatte sich inzwischen auch Harnischwelse eingefunden: jede Menge Squaliforma emarginata (L 153), Hexenwelse und ein größerer Hypostomus. Zuhause fange ich meine Welse fast alle mit der Hand – dort wollte das einfach nicht klappen, weder mit der Hand noch mit dem Stöckchen. Sobald ich nur 10 cm in deren Nähe kam, ahnten die was ihnen blüht. Nach ca. 30 Minuten hatte ich auf der Seite des Lagers erfolgreich alle Welse vertrieben.

Irgendwie war das mächtig frustrierend: die Tiere vor der Nase, keines erwischt und keine passende Ausrede.

In der Nacht wusste ich dann wie es wohl viel besser gegangen wäre. Das nächste Mal.

Dank der anderen Crew-Mitglieder gibt es auch wieder ein paar Fische vom späten Vorabend.

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