Asunción

Asunción

Der vollständige Name der Stadt ist La „Muy Noble y Leal Ciudad de Nuestra Señora Santa Maria de la Asunción“. Es ist die Hauptstadt von Paraguay, hat ca. eine halbe Million Einwohner. Im Ballungsgebiet leben ca. 2 Millionen Einwohner. Das entspricht etwa 30% der Bevölkerung von Paraguay.

Das bedeutendste Gebäude ist wohl das Panteón de los Héroes y Oratorio de la Virgen de la Asunción. Es wurde 1863 zu Ehren der Schutzpatronin Virgen de la Asunción erbaut. Fertigstellung war jedoch erst 1936 und beherbergt seit dem die Reste paraguayischer Kriegshelden.

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Ein weiteres wichtiges Gebäude ist die Catedral Metropolitana. Grundsteinlegung war im 17. Jahrhundert. Vor ihrem Eingang steht eine Stehle, die zeigt wie sich Einheimische und Spanier von Anfang an freundschaftlich gegenüber standen. Vielleicht war es auch mehr eine Zweckfreundschaft, ein Tauschhandel: die Einheimischen begehrten verschiedene spanische Güter und die Spanier für ihre Siedlungen Frauen.

Die staatlichen Gebäude stellen einen weiteren wichtigen Komplex dar. Voran sicherlich der Regierungssitz Palacio de Gobierno. Bis vor kurzem erstrahlte er wohl noch in weiß. Heute hat er eine rote Farbe, die doch sehr an das Casa Rosada von Buenos Aires erinnert. Etwas zum Nachdenken regt der westliche Teil des Parlaments an, der Gebäudeteil, in dem vor einigen Monaten noch die Senatoren ihre Büros hatten. Bei einem gewalttätigen Protest gegen die Pläne des damaligen Präsidenten, eine erneute Amtsperiode in der Verfassung festlegen zu lassen, wurde dieser Gebäudeteil zerstört. Nach nun ca. 2 Jahren steht diese Ruine immer noch so da. Ich glaube, in jedem anderen Land hätte man den Teil schon längst entweder saniert oder abgerissen.

in der Nähe befindet sich ein Viertel mit unzähligen Holzhütten. Es scheint sehr eng und ärmlich. Wie wir erfuhren waren (sind?) das Hütten von Leuten, die wegen der Überschwemmung den Uferbereich des río Paraguay verlassen mussten. Dieser Umzug dauert wohl jährlich ca. 8 Monate bis die Bewohner wieder für ca. 4 Monate an den Fluss ziehen. Da viele der Leute Tätigkeiten im Zentrum Asuncións nachgehen, wollen sie den zentrumsnahen Bereich nicht verlassen. Ohne Bahn – nur mit Bussen scheint Asunción verkehrstechnisch zurück geblieben zu sein.

Zu erwähnen ist auf jeden Fall noch das Casa de la Independencia. Von hier aus begann der Aufstand gegen die spanische Kolonialmacht am 14. Mai 1811. Bis dahin war das Haus der Famiie Sáenz Treffpunkt der Untergrundbewegung. Am Morgen des 14. Mai 1811 eilten die Aufständigen zum Regierungspalast und erklärten nach 7 Kanonenschüssen, dass Paraguay nun unabhängig sei.
Dieses wird alljährlich nachgestellt.

Im Gegensatz zu anderen südamerikanischen Großstädten hat man doch ein sehr sicheres Gefühl. Asunción ist diesbezüglich sicherlich mit europäischen Großstädten vergleichbar.

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