Amazonas September – Oktober / 2012 – „Wels-Presseschau“

Hallo Welsfreunde,

in der neuen Amazonas sind mehrere Artikel über Welse zu finden. Auf einige möchte ich Euch wieder aufmerksam machen:

Ingo Seidel geht in „Vier neue Harnischwelse aus dem Guyana-Schild beschrieben“ auf die Arbeit „Diversity of the Ancistrini (Siluriformes: Loricariidae) from the Guianas: the Panaque group, a molecular appraisal with descriptions of new species.“ von Fisch-Muller u.a. in Cybium 36(1) ein.
Dabei geht es um die drei neu beschriebenen Peckoltia:

einzuordnen ist.

Weiterhin wurde in der Arbeit Panaqolus koko beschrieben. Ingo geht davon aus, dass es sich hier jedoch um eine neue Gattung handeln muss, da es gegenüber den bisher bekannten Panaqolus deutliche Unterschiede in Hinblick auf Körperbau, Odontodenbewuchs und Bezahnung gibt.
Weiterhin berichtet Ingo, dass die Autoren o.g. Arbeit die Gattung Hemiancistrus derzeit als monotypisch betrachten. Wobei Hemiancistrus medians die Typusart darstellt. Andere unter Hemiancistrus eingeordnete Welse sollen deutliche Unterschiede zu dieser Typusart haben.

Der Artikel „Ancistrus claro – ein Zwerg unter den L-Welsen“ stammt von Jörn Sabisch. Bei ca. 25°C und ausgesprochen sauerstoffreichem Wasser gelang ihm mehrmals die Vermehrung von Ancistrus claro (LDA 8 ).

Um die „Erstnachzucht von Peckoltia sp. L 49“ geht es im Artikel von Jonas Keller. Er hält seine Gruppe Peckoltia sp. „L 49“ in neutralem Wasser, bei einer Leitfähigkeit zwischen 150 und 300 µS/cm und ca. 30°C. Zu den Gelegen kam es anscheinend durch Luftdruckschwankungen und Wasserwechsel. Die Intensität der Betreuung der Gelege scheint auch hier einen wesentlichen Einfluss auf die gute Entwicklung zu haben.

In einem weiteren Artikel berichtet Simon Meier über „Aufzuchtprobleme bei Hemiancistrus subviridis (L 200)„. Hier scheinen Wasserwechsel und Temperaturschwankungen ein Auslöser zum Ablaichen gewesen zu sein. Leider hat es beim Autor nur ein Hemiancistrus subviridis-Nachzucht überlebt.

Über die „Nachzucht von Pseudacanthicus sp. ‚Alenquer‘“ berichtet Volker Degutsch. Bei Pseudacanthicus sp. „Alenquer“ ist wie bei vielen anderen Welsen auch Geduld erforderlich.

In Erik Schillers Artikel geht es um „Ein neuer Panzerwels aus der Corydorasaeneus-Gruppe„. Hier geht es um Corydoras sp. „CW 68“, einem Panzerwels aus dem Rio Aripuana in Brasilien, der ähnlich zu Corydoras zygatus ist. Wasserwechsel und ein Tiefdruckgebiet scheinen hier das Rezept zu sein. Die Aufzucht war problemlos.

Auch der Vorblick auf die nächste Amazonas lässt die Herzen der Welsfreunde höher schlagen, dann geht es um den Blauaugen-Harnischwels (Panaque cochliodon).

Viele weitere interessante Informationen zu diesen Welsen findet Ihr in der Amazonas.

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