4 Buenos Aires – Cementerio de la Recoleta

Tag 3 – Montag – erster Schultag: natürlich anders als erwartet – statt eine mittelgroßen Gruppe nur die (eine von zwei) Lehrerin da – also Einzelunterricht. Das hatte natürlich etwas mit Stress zu tun.
Nach der allgemeine Vorstellung gab es erstmal ein kleines Spanisch-Update, da man in Argentinien (und Paraguay) einiges etwas anders auspricht, zum Beispiel:
In unserem Weihnachtsrätsel hatten wir ja schon einen kleinen Exkurs mit Llanos – wo das Ll wie [lj] ausgesprochen wird – in Argentinien wird dann aus dem LL ein [sch]
Auch gibt es dort eine weitere 2 Person Singular – vos neben dem überlichen tú. … Zum Glück ist da die Konjugation sehr simpel.
Damit waren dann vom Sonntag ein paar Kommunikationsprobleme geklärt.

Nach 6 Stunden «Dauerstress» war dann noch etwas Zeit und das Wetter relativ gut: Zeit um den der Schule nahe gelegenen Stadtteil Recoleta zu besuchen. Insbesondere sagt man dem Stadtteil nach, dass es dort teurer ist zu sterben als zu leben. Hintergrund und wohl auch die bekanntestes Sehenswürdigkeit dieses Stadtteils ist der Friedhof von Recoleta.

Obwohl es noch bis nach 20:00 Uhr in Buenes Aires hell war (im Februar ist Sommer in Buenoas Aires) hat man die Besucher schon 18:00 Uhr gebeten, das Gelände zu verlassen.

Wenn man zurück an seine Schulzeit denken würde, hätte mir wohl klar sein müssen, was am nächsten Tag im Unterricht kommen musste:
¿Qué hiciste ayer? (Was hast Du gestern gemacht?)
Das zog dann ein ca. halbstündiges Gespräch über Recoleta und den Friedhof nach sich – auf Spanisch natürlich.

Bei der Gelegenheit kam dann auch raus, dass es (angeblich) unmöglich sei, auf dem Friedhof noch eine Grabstätte zu bekommen.
Naja, wie der Zufall es wohl wollte – am Vortrag erspät – direkt neben der Grabstätte der Familie Duarte war eine Grabstätte zu verkaufen.
Also wer noch ein ruhiges Plätzchen in bester Gesellschaft sucht und das notwendige Kleingeld hat …

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