DATZ Dezember 2019 – “Wels-Presseschau”

Hallo liebe Welsfreunde,

ich möchte Euch auf drei welsige Artikel in der DATZ Dezember 2019 aufmerksam machen:

Frank Schäfer „Baryancistrus: Weitere L-Nummern aufgelöst!“

Frank geht zunächst auf die Gattung Baryancistrus ein und nennt die Merkmale:

  • Kopf und Körper auffallend robust
  • lange und kräftige Odontonden an den Wangen
  • zahlreiche Zähne
  • lange und parallel laufende Zahnreihen
  • Bauchseite nahezu vollständig mit mit Knochenplatten bedeckt
  • letzter Rückenflossenstrahl rückseitig mit einer deutlich ausgebildeten Membran

Die einzelnen Merkmale sind auch in anderen Gattungen zu finden. Erst die Gesamtheit all dieser Merkmale spricht für die Gattung Baryancistrus.
23 L-Nummern wurden in der Gattung Baryancistrus vergeben und eine weitere Baryancistrus-Art hat eine LDA-Nummer (Baryancistrus sp. „LDA 82“) erhalten.

Im Mittelpunkt des Artikels steht die Beschreibung von Baryancistrus hadrostomus (L 219, L 323, L 324) und Baryancistrus micropunctatus (L 319) in der Arbeit von Oliveira, Rapp Py-Daniel & Oyakawa „Two New Species of the Armored Catfish Genus Baryancistrus Rapp Py-Daniel, 1989 (Siluriformes: Loricariidae) from Jari River, Amazon Basin, Brazil“.

Frank Schäfer „Aufgetaucht: Winziger Wels“

Im Oktober/November wurde der kleinsten bekannte „Raubwels“ Microglanis carlae importiert. So wie Frank schreibt ist dieser Wels mit ca. 25 mm geschlechtsreif.
Die Art ist offensichtlich schon mehrfach nach Europa gelangt. Leider ist immer noch kein Zuchtbericht zu finden.

Stefan Körber „Paul Nitsche und seine Importe aus Argentinien“

Stefan berichtet über den Aquaristik-Pionier Paul Nitsche. Die ersten Aquarienfische gelangten wohl 1876 als Mitbringsel eines Kommandanten eines Dampfschiffes nach Europa. Hier soll es sich um Corydoras paleatus gehandelt haben.
Auf Paul Nitsche sind dann die ersten organisierten Importe vom Aquarienfischen von Argentinien nach Deutschland zurückzuführen. Das war erstmal 1893: mehrere Corydoras paleatus und ein Hypostomus commersoni. Für die Überseetransporten wurden auch die Transportbedingungen bedacht und optimiert. So wurden die Fisch auf dem Schiff in Kannen mit Durchlüfter mitgenommen.

1894 kamen dann u.a. Pimelodella gracilis, Pimelodus maculatus und Rhamdia quelen nach Deutschland.

1901 erschien von Nitzsche „Der Import von lebenden Fischen“. Wenig später starb Paul Nitsche in Folge einer Erkrankung im Alter von 44 Jahren.

Viel Spaß beim Lesen der DATZ


 

 

 

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