Aquaristik Fachmagazin Februar/März 2015 – „Wels-Presseschau“

Hallo liebe Welsfreunde,

ich möchte Euch auf einige Artikel in der aktuellen Ausgabe des Aquaristikfachmagazin aufmerksam machen:

Ingo Seidel "Schokohexenwelse faszinierend und überaus variabel"

Bei Schokohexenwelsen geht es um Rineloricaria/Hemiloricaria lanceolata, Rineloricaria/Leliella heteroptera und ähnliche Arten. Auch der rote Hexenwelse Rineloricaria/Leliella sp. "Rot" gehört dazu.
Ingo geht zunächst auf die weite Verbreitung der Schokohexenwelse in Südamerika, vom Río Meta bis zum Río Paraná, dem Amazonas entlang von Peru bis zu den mündungsnahen Nebenflüssen. Die Arten erscheinen ausgesprochen variabel. Die Schokohexenwelsen aus dem Río Orinoco-Einzug sollen einen flacheren Körperbau als andere haben. Ingo schreibt weiter über die Pflege im Aquarium, die Geschlechtsunterschiede, die Vermehrung und Aufzucht ein. Er empfiehlt u.a. die adulten Tiere mit Enchyträen, Grindal oder Tubifex zu füttern, damit die Weibchen einen Laichansatz ansetzen.

Dr. Frank Krönke "Neozoe Fische & Co. – Verbreitung, Gefahren, Verantwortung"

Dr. Krönke schreibt: "Wissenschaftliche Untersuchungen der vergangenen Jahrzehnte haben nachgewiesen, dass Freisetzung und Ausbreitung von Neobiota … gemeinsam mit einer weitreichenden Umweltzerstörung die wesentlichen Kräfte sind, die eine Veränderung des globalen Artengefüges, der Bioversität, verursachen." Wie auch schon aus anderen Artikeln bekannt, fühlen sich in diesem Sinne Pterygoplichthys/Liposarcuas pardalis, Pterygoplichthys/Liposarcuas disjunctivus u.ä. in Nord- und Mittelamerika, auf den karibischen Inseln und in Asien heimisch. Wie der Autor schreibt, fördert das Graben der Höhlen in der Uferböschung die Erosion, die raue Oberfläche beschädigt Netze oder in den Küstenregionen werden die Artengemeinschaften im Brackwasser zerstört. Etwas überrascht die Beobachtung, dass die Harnischwelse auf den Rücken von Seekühen weiden und diese dabei verletzen.
Viele unsere Harnischwelse sind im Freien in Deutschland auf Dauer nicht lebensfähig. Die immer weitere Ausbreitung der Haltung von nicht-einheimischen Fischen in Gartenteichen könnte aber problematische Arten zu uns bringen.

Ingo Seidel "Ossancora – seltene Dornwelse aus Paraguay"

Ingo informiert kurz über die Gattung Ossancora, die derzeit aus vier Arten besteht. Wie Ingo schreibt konnten bereits Ossancora eigenmanni und vor kurzem Ossancora punctata importiert werden.

Viel Spaß beim Lesen des Aquaristik Fachmagazin.

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